Eine Terrasse beleuchtet man in Schichten, nicht mit einer Leuchte. Der häufigste Fehler ist ein einzelner starker Strahler an der Hauswand: viel Licht, harte Schatten, keine Atmosphäre — und geblendet wird jeder, der am Tisch sitzt.
Vier Schichten, die zusammen wirken
| Schicht |
Leuchte |
Wozu |
| Orientierung |
Einbauleuchten in Dielen oder Stufen, 50–100 lm |
Sichtbare Kanten und Stufen nach Einbruch der Dunkelheit |
| Stimmung |
Lichterkette, Laternen, LED-Streifen im Profil |
Das, wofür man abends hinausgeht |
| Funktion |
Wandleuchte an der Tür, Leuchte über dem Tisch |
Essen, Lesen, Aufräumen |
| Akzent |
Strahler auf Pflanze oder Mauer |
Tiefe — die Terrasse endet nicht am Geländer |
Schutzart
Überdachte Terrasse: IP44. Offen und dem Regen ausgesetzt: IP54 bis IP65. In Dielen eingelassene Leuchten, auf die man tritt und unter denen Wasser steht: IP67. Das Netzteil einer Niedervoltanlage gehört unter das Dach oder ins Haus.
Lichtfarbe und Insekten
2700 K, nicht höher. Kaltes Licht wirkt auf der Terrasse wie eine Parkplatzbeleuchtung und zieht — praktischer Nebeneffekt — deutlich mehr Insekten an als warmes. Aus demselben Grund lohnt es sich, die Zahl der nach oben strahlenden hellen Punkte gering zu halten.
Häufige Fragen
Welche Beleuchtung für die Terrasse?
Mehrere Schichten statt eines Strahlers: Orientierungslicht an den Kanten, Stimmungslicht über dem Sitzbereich, Funktionslicht an der Tür.
Welche IP-Schutzart auf einer überdachten Terrasse?
IP44 reicht unter dem Dach. Auf einer offenen Terrasse IP54 oder IP65.
Wie beleuchtet man die Terrasse, ohne Insekten anzuziehen?
Warme 2700 K, nach unten gerichtete Leuchten und wenige helle Punkte. Insekten reagieren am stärksten auf kurzwelliges, also kaltes Licht.
Siehe auch Außenwandleuchten und alle Außenleuchten.