Im Bad entscheidet nicht die Optik zuerst, sondern die Schutzart. Eine Deckenleuchte über der Dusche unterliegt anderen Regeln als eine über der Waschmaschine – und beides ist im selben Raum.
Die Schutzbereiche
BereichWoMindestens
Bereich 0in Wanne/DuschtasseIPX7, 12 V
Bereich 1senkrecht über Wanne/Dusche bis 2,25 mIPX4, besser IPX5
Bereich 260 cm um Bereich 1IPX4
außerhalbrestliches BadIP20 genügt
Praktisch heißt das: über der Dusche IP44 oder mehr, im Rest des Bades reicht eine normale Deckenleuchte. Wer sicher gehen will, nimmt IP44 für den ganzen Raum – das kostet wenig und erspart die Diskussion.
Licht, in dem man sich rasieren kann
Deckenlicht allein wirft Schatten in die Augenhöhlen – der klassische Grund, warum man sich im eigenen Bad schlechter sieht als im Hotel. Die Deckenleuchte liefert das Grundlicht; das Gesicht braucht Licht von der Seite, also Leuchten links und rechts des Spiegels oder ein beleuchteter Spiegel. 4000 K sind hier richtig, im übrigen Bad eher 3000 K.
Dampf und Korrosion
Chrom und Edelstahl halten im Bad problemlos; unbehandelter Stahl und billige Lackierungen bekommen an der Decke über der Dusche irgendwann Flecken. Achten Sie außerdem auf Dichtungen, die sich zum Reinigen abnehmen lassen, statt verklebt zu sein.
Häufige Fragen
Kann jede Deckenlampe ins Bad?
Nein. Außerhalb der Schutzbereiche ja, über Wanne und Dusche nur mit passender IP-Schutzart.
Welche Deckenlampe fürs Badezimmer?
Eine geschlossene, flache Leuchte mit IP44, 3000–4000 K und mindestens 1500 lm für ein durchschnittliches Bad.
Was muss ich bei der Deckenbeleuchtung im Badezimmer beachten?
Schutzart, Schattenfreiheit am Spiegel und eine Lichtfarbe, in der Hautton und Make-up natürlich aussehen.
Passend dazu Wandlampen neben dem Spiegel.