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Zylindrische Außenleuchten

Zylindrische Außenleuchten

Zylindrische Außenleuchten

Außenleuchten in Tubus-Form, also als schlichter Zylinder, leben von der Geometrie und nicht vom Dekor. Ein Rohr aus eloxiertem oder pulverbeschichtetem Aluminium, Licht das an einem oder an beiden offenen Enden austritt, kein Schirm und keine Streuung. Eine Form, mit der sich viel richtig machen lässt — und schnell etwas falsch, denn ein Zylinder verzeiht keinen schlecht gewählten Winkel.

Zylinder ist eine Form, kein Leuchtentyp

Unter derselben Form stecken vier verschiedene Werkzeuge: die Wandleuchte an der Fassade, die nur nach unten oder nach oben und unten strahlt, die Aufbauleuchte unter der Dachuntersicht einer überdachten Terrasse, der Gartenpoller mit rund 45 bis 80 cm Höhe und die Pendelleuchte über dem Eingang. Sie werden ähnlich gekauft und leisten völlig Unterschiedliches. Die Wandleuchte zeichnet Licht auf die Fläche, der Poller beleuchtet den Belag am Fuß, die Aufbauleuchte gibt gleichmäßiges Licht unter dem Dach. Die meisten Enttäuschungen entstehen dadurch, dass aus diesen vieren das falsche Stück gewählt wurde.

Abstrahlwinkel schlägt Lumen

Zylinderleuchten haben selten viel Lichtstrom und brauchen ihn auch nicht, denn die Wirkung entsteht daraus, wie eng das Licht gebündelt ist. Ein schmaler Kegel von 10 bis 24° zeichnet einen langen, scharfen Streifen auf eine hohe Fassade. 35 bis 60° ergeben eine kürzere, weiche Sichel und passen tief, neben der Tür oder auf einer Mauerkrone. Der Wandabstand verändert das Ergebnis so stark wie die Optik selbst: nah an der Fläche streift das Licht den Putz und zeigt seine Struktur, weiter weg flacht es ihn ab. Up-Down-Leuchten setzt man etwa im Abstand ihrer Montagehöhe, damit die Kegel weder verschmelzen noch Lücken lassen.

Offene Enden, Wasser und die IP-Klasse

Das offene Ende eines Zylinders ist Wasserfalle und Blendquelle in einem. Unter einem tiefen Dachüberstand genügt IP44. An der schlagregenbelasteten Wand und am Poller nimmt man IP65 mit Dichtung unter der Grundplatte und mit funktionierendem Ablauf — Wasser, das ins Rohr gelangt, muss wieder heraus können. Die Kabelverschraubung gehört nach hinten, nicht in die Stirnfläche. Und ein Detail entscheidet über den Komfort: die LED oder das Leuchtmittel sitzt tief im Rohr zurückversetzt statt bündig mit der Kante. Das unterscheidet eine Leuchte, an der man vorbeigehen kann, von einem Strahler, der ins Auge sticht.

Poller an der Einfahrt: Schlagfestigkeit

Beim Poller kommt ein Wert dazu, nach dem beim Kauf kaum jemand fragt: die Schlagfestigkeit. Auf einem ruhigen Gartenweg reicht IK07. An der Einfahrt, am Tor und dort, wo der Rasenmäher fährt, sucht man IK08 oder mehr und einen Körper aus Guss statt aus dünnem Blech. Eine Leuchte, die in eine begeh- oder befahrbare Fläche eingelassen wird, braucht eine angegebene Traglast; ohne diese Zahl gehört sie nicht unter ein Autorad, so massiv sie auch wirkt.

GU10 oder fest verbaute LED

Ein Zylinder mit GU10-Fassung erlaubt es, den Abstrahlwinkel später allein durch das Leuchtmittel zu ändern — praktisch an einer Fassade, mit der Sie noch experimentieren. Die Ausführung mit fest verbauter LED dichtet besser ab und erreicht oft eine höhere Schutzart, legt die Lichtverteilung aber endgültig fest. In beiden Fällen 2700 bis 3000 K wählen; 4000 K wirken am Wohnhaus wie eine Parkplatzbeleuchtung und ziehen mehr Insekten an. Wer nach unten statt nach oben und unten strahlt, hält sich außerdem an das, was die LAI-Hinweise zu Lichtimmissionen von der Nachbarschaft her nahelegen.

Aluminium, Edelstahl und Streusalz

Pulverbeschichtetes Aluminium ist der Standard: leicht, pflegearm, empfindlich nur gegen Kratzer in der Beschichtung, die man ausbessern sollte, bevor sich weiße Blüten bilden. Edelstahl sieht gut aus, doch an der Küste und an gestreuten Straßen bekommt Werkstoff 304 nach zwei, drei Saisons Rostpunkte; dort ergibt nur 316 Sinn. Schrauben immer aus Edelstahl, auch bei Aluminiumkörper, sonst korrodieren sie als Erstes.

Fragen aus der Praxis

Beleuchtet eine Zylinder-Wandleuchte die Einfahrt?

Nein. Sie beleuchtet die Wand und einen schmalen Streifen davor. Für die Fläche brauchen Sie Poller oder Bodeneinbauleuchten.

Up-Down oder nur nach unten?

Nur nach unten, wenn Ihnen ruhige Nachbarn und ein dunkler Himmel wichtig sind — eine solche Leuchte gibt kein Licht über die Horizontale ab. Up-Down wirkt stärker, verdoppelt aber den nach oben gerichteten Anteil.

Gibt es Zylinder mit 12 V?

Ja, vor allem in Niedervolt-Gartensystemen. Das Netzteil muss aber an einem Ort mit passender Schutzart sitzen. Feste 230-V-Installationen schließt eine Elektrofachkraft an.

Wenn Sie eine Leuchte mit anderem Charakter suchen, sehen Sie sich das gesamte Sortiment an Außenleuchten an.