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Nachttischlampen Art déco

Nachttischlampen Art déco

Eine Nachttischlampe Art déco ist die kleinste Bauform des Stils und die einzige, die man täglich in die Hand nimmt. Ein gestufter Messingfuß, ein kurzer kannelierter Schaft, darüber eine Opalglaskuppel oder ein kleiner Textilkegel – die Formensprache der zwanziger und dreißiger Jahre auf 35 bis 50 cm zusammengezogen. Weil sie neben dem Kopf steht, entscheiden hier drei Dinge über den Alltag: die Höhe, die Blendfreiheit und die Erreichbarkeit des Schalters.

Die Höhe über der Matratze

Der Bezugspunkt ist nicht der Boden, sondern die Matratzenoberkante. Wer sitzend liest, hat die Augen ungefähr 60 bis 70 cm darüber. Die Schirmunterkante sollte in dieser Höhe liegen oder knapp darunter, damit das Licht auf die Buchseite fällt und nicht ins Auge.

Leuchtenhöhe nach Nachttischhöhe NachttischhöheSinnvolle LeuchtenhöheSchirmunterkante über der Matratze 45 cm, niedriges Bett45 bis 55 cmetwa 40 bis 50 cm 55 cm, Standard35 bis 45 cmetwa 40 bis 50 cm 65 cm, hohes Boxspringbett30 bis 40 cmetwa 35 bis 45 cm

Die einfachste Kontrolle: Setzen Sie sich mit dem Rücken ans Kopfteil und schauen Sie geradeaus. Ist die Lichtquelle sichtbar, ist die Leuchte zu hoch oder der Schirm zu offen. Bei einem nach unten offenen Schirm darf die Leuchte etwas höher stehen als bei einer rundum abstrahlenden Opalglaskugel.

Warum die Bauform hier wichtiger ist als sonst

Schirmformen am Bett FormVerhaltenGeeignet für Opalglaskuppel oder -kugelrundum weich, blendet kaum, leuchtet auch den Raum etwas aufStimmungslicht, wenn eine Person schon schläft Konischer TextilschirmLicht nach unten und oben, Seiten glühen warmLesen, klassische Nachttischsituation Kanneliertes Klarglaszeigt das Leuchtmittel, wirft ein streifiges Musterdekorativ, nur mit sehr niedriger Lichtstärke Kleiner Schwenkarmgerichtet, ausrichtbar, wenig StreulichtDoppelbett, wenn nur eine Seite Licht will

Licht, das nicht wach macht

Am Bett gilt eine andere Rechnung als im Wohnraum. Statt Helligkeit zählt hier, wie wenig Licht ausreicht. Zum Lesen genügen 200 bis 400 Lumen aus einer gerichteten Leuchte; als reines Stimmungslicht sind 100 Lumen oft schon genug. Die Farbtemperatur bleibt am Abend so warm wie möglich: 2700 K sind die obere Grenze, 2200 K das angenehmere Ziel, weil sehr warmes Licht den Übergang zum Schlaf weniger stört als neutralweißes. Wer beides braucht, greift zu einem dimmbaren Leuchtmittel und einem passenden Dimmer oder zu einer Leuchte mit mehrstufigem Schalter. Wichtig ist außerdem, dass die Bedienung im Dunkeln gefunden wird: Ein Drehschalter an der Fassung oder ein Kippschalter am Fuß ist zuverlässiger als ein Zwischenschalter, der irgendwo im Kabel hängt.

Stellfläche und Paarigkeit

Nachttische sind klein, und neben der Leuchte sollen noch Buch, Brille und Glas Platz haben. Ein Grundriss von 12 bis 18 cm Fußdurchmesser ist praktikabel, alles darüber verbraucht die halbe Fläche. Ein weiterer Punkt, der bei diesem Stil besonders zählt: Art déco denkt in Paaren. Zwei gleiche Leuchten links und rechts sind hier nicht Deko, sondern die konsequente Umsetzung der Achsensymmetrie, die den Stil ausmacht. Wo nur eine Seite eine Leuchte bekommt, sollte auf der anderen Seite etwas anderes von ähnlicher Höhe stehen, damit das Bett nicht kippt.

Alternative: die Wandleuchte am Bett

Wenn der Nachttisch zu klein ist oder frei bleiben soll, übernimmt eine Wandleuchte dieselbe Aufgabe. Sie wird 60 bis 70 cm über der Matratze montiert, je Bettseite eine, und lässt sich mit einem Schwenkarm genau auf die Buchseite ausrichten. Der Preis dafür ist die feste Position und die Frage, ob an dieser Stelle ein Wandauslass sitzt. Die entsprechenden Modelle stehen unter Wandleuchten Art déco.

Häufige Fragen

Welche Fassung haben kleine Leuchten dieses Stils?

Meist E14 oder G9, seltener E27. Die Fassung bestimmt, welche Leuchtmittelform hineinpasst: In eine niedrige Opalglaskuppel geht keine langgezogene Filamentlampe, während eine kleine Kerzenform oder ein Stiftsockel dort problemlos verschwindet.

Ist Messing im Schlafzimmer pflegeintensiv?

Kaum. Lackiertes Messing braucht nur ein trockenes Tuch. Unlackiertes Messing dunkelt an den Griffstellen zuerst nach, weil Handfeuchtigkeit die Patina beschleunigt – das ist bei diesem Stil ein akzeptierter, teils erwünschter Alterungsvorgang und lässt sich mit Politur zurücknehmen.

Zwei gleiche Leuchten oder zwei verschiedene?

Bei Art déco zwei gleiche. Die Symmetrie ist das Kernmerkmal des Stils; zwei unterschiedliche Leuchten links und rechts wirken hier deutlich unruhiger als bei rustikalen oder skandinavischen Formen.

Wie hell darf eine Nachttischlampe sein?

So hell, dass Sie lesen können, ohne dass der Rest des Zimmers ausgeleuchtet wird. 200 bis 400 Lumen sind ein guter Bereich. Wer regelmäßig länger liest, sollte die Leuchte lieber näher heranstellen als heller wählen – die Beleuchtungsstärke auf der Seite steigt mit der Nähe schneller als mit dem Lumenwert.

Passt eine Nachttischlampe zu einer größeren Leuchte im selben Raum?

Ja, wenn die Metalloberfläche übereinstimmt und die Formen sich unterscheiden. Eine gestufte Opalglaskuppel am Bett und ein kannelierter Glaszylinder an der Decke ergeben ein stimmiges Paar; zweimal dieselbe Form in unterschiedlicher Größe wirkt dagegen wie ein Set aus dem Katalog. Die größeren Formate stehen unter Art déco Tischlampen und die Stilübersicht unter Art déco Lampen.