Eine Nachttischlampe für das Schlafzimmer wird anders ausgesucht als jede andere Leuchte im Haus. Sie ist das Letzte, was abends noch brennt, und das Erste, wonach man morgens im Halbdunkel tastet. Entsprechend zählen hier drei Dinge mehr als das Design: die Größe im Verhältnis zum Nachttisch, die Erreichbarkeit des Schalters und die Lichtfarbe.
Wie groß darf eine Nachttischlampe sein?
Als Faustregel gilt: Die Leuchte sollte höchstens zwei Drittel der Nachttischbreite einnehmen und ungefähr so hoch sein, dass der untere Schirmrand auf Höhe der Augen liegt, wenn man aufrecht im Bett sitzt. Bei den meisten Betten sind das 55 bis 70 cm über der Matratze — auf einem 60 cm hohen Nachttisch also eine Leuchte von etwa 35 bis 45 cm. Wird sie höher, blendet der Schirm von unten; wird sie deutlich niedriger, beleuchtet sie hauptsächlich den Wecker.
Der Schalter entscheidet über den Alltag
Ein Schnurschalter mitten im Kabel klingt praktisch und ist es nachts nicht: Man muss ihn suchen. Ein Kippschalter am Fuß ist besser, ein Touch-Dimmer am Gehäuse am besten — ein Antippen irgendwo am Metall schaltet, ein zweites dimmt. Wer die Leuchte mit einer Zeitschaltuhr oder einer Funksteckdose bedienen will, achtet umgekehrt darauf, dass die Lampe nach dem Trennen vom Strom wieder eingeschaltet hochfährt und nicht in der letzten Dimmstufe hängen bleibt.
Lichtfarbe: 2700 Kelvin sind im Schlafzimmer die Obergrenze
Warmweißes Licht zwischen 2200 und 2700 K gehört ans Bett. Neutralweiß ab 4000 K enthält deutlich mehr kurzwelligen Blauanteil, und genau dieser Anteil verzögert am zuverlässigsten das Einschlafen — deshalb ist eine Schreibtischleuchte auf dem Nachttisch die schlechteste aller Lösungen, so gut sie auch aussieht. Manche Modelle lassen sich zwischen zwei oder drei Lichtfarben umschalten; nach Einbruch der Dunkelheit ist die wärmste Stufe die richtige. Zum Lesen reichen 400 bis 600 Lumen völlig aus, die Wattzahl sagt bei LED nichts mehr aus.
Standfestigkeit, Kabelweg und die Steckdose hinter dem Bett
Ein schmaler Fuß sieht leicht aus und kippt, sobald man im Dunkeln danach greift. Ein beschwerter Metall- oder Steinfuß verzeiht das. Genauso wichtig und fast immer vergessen: die Kabellänge. In vielen Schlafzimmern sitzt die Steckdose hinter dem Kopfteil oder hinter dem Nachttisch, und 1,5 m Zuleitung reichen dann nicht bis zur gewünschten Position. Vor dem Kauf einmal nachmessen erspart die Verlängerungsschnur, die anschließend quer über den Boden läuft. Akkubetriebene Tischleuchten umgehen das Problem ganz und lassen sich zudem mit ins Bad oder auf den Balkon nehmen.
Eine Leuchte oder zwei?
Bei einem Doppelbett sind zwei getrennt schaltbare Leuchten fast immer die ruhigere Lösung als eine helle in der Mitte. Sie müssen nicht identisch sein, sollten aber die gleiche Lichtfarbe haben — zwei unterschiedliche Weißtöne nebeneinander fallen sofort unangenehm auf. Wer zu zweit schläft und unterschiedlich lange liest, achtet zusätzlich auf einen eng abgeschirmten Schirm, der das Licht auf der eigenen Bettseite hält.
Häufige Fragen
Welche Lampe ist die beste für das Schlafzimmer?
Eine dimmbare Leuchte mit warmweißem Licht, standfestem Fuß und einem Schalter, den man im Liegen erreicht. Alles Weitere ist Geschmack.
Wie hell sollte eine Nachttischlampe sein?
400 bis 600 Lumen decken Lesen und Stimmungslicht ab, wenn sich die Leuchte dimmen lässt. Reines Orientierungslicht kommt mit 100 bis 200 Lumen aus.
Sind LED-Nachttischlampen dimmbar?
Nicht automatisch. Bei fest verbauter LED steht die Dimmbarkeit in den technischen Daten; bei Fassung mit Wechselleuchtmittel muss auch das Leuchtmittel als dimmbar ausgewiesen sein, sonst flackert es oder bleibt dunkel.
Was tun, wenn kein Platz auf dem Nachttisch ist?
Eine Wandleuchte mit Schwenkarm über dem Kopfteil oder eine Klemmleuchte am Bettrahmen übernimmt dieselbe Aufgabe und gibt die Ablagefläche frei.
Wer die Auswahl lieber über die Technik eingrenzt statt über den Raum, findet unter den Nachttischlampen dieselben Modelle nach Lichtquelle, Material und Stil sortiert.