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Kristall Deckenlampen

Kristall Deckenlampen

Kristall Deckenlampen

Kristall an einer flachen Deckenlampe muss ohne das auskommen, worauf ein Kronleuchter baut: ohne Fall. Keine langen Arme, keine Kaskade, nichts, was sich bewegt. Der Kristall sitzt in einem schmalen Band oder auf einem flachen Teller wenige Zentimeter unter der Decke, und das Funkeln muss konstruiert werden statt zu hängen. Richtig gemacht ist das die einzige Möglichkeit, diese Optik in einen Raum mit 2,30 m Deckenhöhe zu bekommen.

Funkeln ohne Fall

Funkeln entsteht aus einer kleinen, hellen Lichtquelle, die sich in geschliffenen Facetten bricht. Beim Kronleuchter erledigen Abstand und Bewegung den Rest — bei einer Aufbauleuchte gibt es beides nicht. Deshalb müssen zwei Punkte stimmen. Erstens die Lichtquelle: ein punktförmiges G9- oder Kerzenleuchtmittel, kein flächiges Opalmodul hinter dem Kristall, das gleichmäßig leuchtet und keinen einzigen Reflex erzeugt. Zweitens der Schliff: echte Facetten in unterschiedlichen Winkeln, damit beim Durchqueren des Raums immer andere Steine aufblitzen. Gepresstes Acryl in gleicher Form glitzert schwach und bleibt dabei.

Bauformen: Trommel, Schale und Kristallteller

Praktisch alles in dieser Bauhöhe ist eine Variante von drei Ideen. Die Trommel trägt einen Metallring, an dessen Außenseite Kristallstränge senkrecht hängen — flach in der Höhe, mit vertikaler Fläche für das Licht. Der Kristallteller legt die Steine flach in konzentrischen Ringen auf eine Schale; von unten eine geschlossene Lichtfläche, von der Seite ein Feld aus Reflexen. Die gestufte Form stapelt zwei oder drei kurze Lagen auf 15 bis 25 cm und ist damit halbbündig statt bündig: schöner, aber sie braucht Deckenhöhe.

Grundplatte, Gewicht und Befestigung

Das gesamte Gewicht hängt an der Grundplatte, und Kristall ist schwer: 4 bis 7 kg sind bei 40 cm Durchmesser normal. In Beton oder Holz spielt das keine Rolle. In einer Gipskartondecke schon — dort gehört die Leuchte an eine Traverse oder in ein Profil, nicht in die Platte. Prüfen Sie außerdem den Durchmesser der Grundplatte gegen die vorhandene Deckendose: Eine kleine Platte über einer großen alten Dose lässt einen Ring nackten Putz stehen.

Wärme in einer geschlossenen Bauform

G9-Leuchtmittel sitzen bei dieser Bauform dicht beieinander in einem flachen, weitgehend geschlossenen Gehäuse. Zwei Konsequenzen: Verwenden Sie nur LED-Leuchtmittel, die für geschlossene Leuchten freigegeben sind, und rechnen Sie mit weniger Licht, als die Summe der Leuchtmittel verspricht — Kristall schluckt und streut rund ein Drittel. Drei G9 mit je 400 Lumen kommen im Raum nicht als 1.200 Lumen an. Als alleinige Raumbeleuchtung muss die Leuchte also entsprechend groß gewählt werden. 2700 Kelvin lässt die Brechungsfarben warm wirken, 4000 Kelvin lässt denselben Kristall nach Schaufenster aussehen.

Häufige Fragen

Warum funkelt meine flache Kristallleuchte nicht?

Fast immer wegen des Leuchtmittels. Hinter geschliffenem Kristall gehört eine klare, punktförmige Lichtquelle, kein mattiertes oder opales Leuchtmittel.

Bleikristall oder K9-Glas?

K9-Glas ist gleichmäßig, klar und günstiger, Bleikristall bricht das Licht etwas wärmer. Die Schliffqualität zählt mehr als die Materialfrage.

Funktioniert Kristall bei 2,30 m Deckenhöhe?

Als Trommel oder Teller ja. Gestufte Modelle ab 20 cm Aufbauhöhe wirken über einem Durchgang schnell erdrückend.

Wie wird so eine Leuchte gereinigt?

Sicherung aus, abkühlen lassen, den Kristallkorb als Ganzes abnehmen, vorher fotografieren, in warmem Wasser mit etwas Spülmittel waschen und jeden Stein trocken reiben. Wasserflecken streuen das Licht genauso wie Staub.

Wer dieselbe flache Bauform lieber schlicht möchte, findet sie bei den Deckenlampen aus Glas.