Wandleuchten im Schlafzimmer ersetzen die Nachttischlampe – und zwar mit Absicht: Sie geben den Platz auf dem Nachttisch frei, blenden den Menschen daneben nicht, und man schaltet sie im Liegen aus, ohne sich aufzusetzen. Genau das entscheidet, ob eine Leuchte neben dem Bett taugt oder nur gut aussieht.
Höhe über der Matratze, nicht über dem Boden
Der übliche Fehler ist, die Höhe vom Fußboden zu messen. Maßgeblich ist die Matratzenoberkante: 55 bis 70 cm darüber sitzt die Leuchte richtig, damit das Licht auf die Buchseite fällt und nicht auf das Kopfkissen. Bei einem Boxspringbett landet man damit ungefähr auf 1,20 bis 1,40 m über dem Boden, bei einem niedrigen Bettgestell entsprechend tiefer. Seitlich gehört sie 15 bis 25 cm neben die Bettkante, nicht mittig über das Kopfteil.
Leselicht ohne Blendung für den anderen
Zwei Dinge lösen das: ein enger Lichtkegel und ein beweglicher Kopf. Ein Schwenkarm oder ein Gelenkstrahler richtet das Licht auf die eigene Buchseite; ein starrer Halbschirm mit Opalglas leuchtet dagegen die halbe Wand aus. Für echtes Leselicht reichen 200 bis 400 Lumen pro Seite – mehr wird nur dann gebraucht, wenn die Leuchte gleichzeitig die Raumbeleuchtung ersetzen soll. Ein Schirm, der nach unten offen und nach oben geschlossen ist, hält das Licht dort, wo es hingehört.
Wandleuchte mit Schalter am Gehäuse
Ein Schalter oder Zugschalter direkt an der Leuchte ist im Schlafzimmer mehr wert als jede Fernbedienung: Jede Seite schaltet ihre eigene Leuchte, ohne dass jemand aufsteht. Modelle mit Steckerleitung lassen sich an eine vorhandene Steckdose hängen, was in der Mietwohnung oft die einzige Möglichkeit ist. Wer neu verkabelt, legt zwei getrennt geschaltete Auslässe links und rechts – und plant den Auslass hinter dem Kopfteil, damit kein Kabel sichtbar bleibt. Manche Modelle bringen einen USB-Anschluss mit und sparen das Ladegerät auf dem Nachttisch.
Lichtfarbe und Dimmen vor dem Einschlafen
2700 K ist die Obergrenze, mit der ein Schlafzimmer am Abend noch ruhig wirkt; 2200 K wirkt deutlich weicher. Kaltweißes Licht über 3500 K gehört nicht ans Bett. Dimmbar ist die zweite Bedingung: Zum Lesen braucht man Helligkeit, zwanzig Minuten später nur noch einen Rest. Bei Fassungen wie G9 oder E14 entscheidet das eingesetzte Leuchtmittel über die Dimmbarkeit, bei fest verbauter LED die Leuchte selbst – vor dem Kauf prüfen.
Häufige Fragen
Wie hoch hängt eine Wandleuchte neben dem Bett?
55 bis 70 cm über der Matratze, seitlich 15 bis 25 cm neben der Bettkante. Vom Boden gemessen sind das je nach Bett 1,20 bis 1,40 m.
Wandleuchte oder Nachttischlampe?
Die Wandleuchte, wenn der Nachttisch klein ist oder ganz fehlt und die Bettposition feststeht. Die Nachttischlampe, solange das Zimmer noch umgestellt wird.
Welche Leuchte blendet den Partner nicht?
Eine mit engem Ausstrahlungswinkel und schwenkbarem Kopf, oder eine mit blickdichtem Schirm nach oben. Offene Klarglaskugeln neben dem Bett sind die schlechteste Wahl.
Der Rest des Zimmers bleibt Sache der Deckenebene – siehe Deckenlampen – und für die Leseecke am Sessel gibt es Bodenlampen.