Eine Außenleuchte mit Bewegungsmelder und Dämmerungssensor geht im Automatikbetrieb mit voller Helligkeit an, wenn zwei Bedingungen zusammenkommen: Es ist dunkel genug, und jemand bewegt sich im Erfassungsbereich. Tagsüber bleibt sie normalerweise aus, egal wie oft der Paketbote klingelt, und nachts leuchtet sie Hauseingang, Gartentor oder Einfahrt genau so lange aus, wie man das Licht braucht.
Anders als eine Leuchte nur mit Dämmerungsschalter brennt sie nicht die ganze Nacht mit voller Leistung, und anders als ein reiner Bewegungsmelder springt sie tagsüber nicht an. Damit die Automatik nicht nervt, müssen allerdings drei Einstellungen und der Montageort zusammenpassen.
Wie beide Sensoren zusammenarbeiten
Der Dämmerungssensor misst die Umgebungshelligkeit in Lux. Liegt sie über der eingestellten Schwelle, ist der Bewegungsmelder gesperrt. Sinkt sie darunter, gibt der Sensor die Leuchte frei, und ab dann entscheidet der Melder. Meist ist das ein Passiv-Infrarot-Sensor (PIR), der auf bewegte Wärmequellen reagiert: Menschen, Tiere, einen warmen Motor. Ruhende Wärme wie eine sonnenbeschienene Mauer löst ihn nicht aus. Verlässt die Bewegung das Feld, läuft die Nachlaufzeit ab, danach geht das Licht aus.
Die Kombination steckt in ganz unterschiedlichen Leuchtentypen: Wandleuchten und Laternen am Eingang, Deckenleuchten unter Vordach oder Carport, Poller und Sockelleuchten am Weg, Mastleuchten im Garten und Strahler über dem Garagentor. Manche Modelle haben ein Grundlicht. Sie glimmen nach Einbruch der Dunkelheit gedimmt und springen bei Bewegung auf volle Helligkeit. Andere lassen sich zeitweise auf Dauerlicht schalten, etwa für einen Abend auf der Terrasse.
Die drei Regler richtig einstellen
An der Unter- oder Rückseite sitzen meist drei kleine Drehregler. Bewährt hat sich diese Reihenfolge: erst kurze Zeit und Tagbetrieb, Reichweite bei Tageslicht testen, danach die Werte für die Nacht.
| Regler |
Was er steuert |
Typische Einstellung |
Anpassen, wenn … |
| LUX (Sonne/Mond) |
Dämmerungsschwelle |
Hauseingang etwa 2–10 Lux, Wege und Einfahrt eher 10–20 Lux |
das Licht schon in der Dämmerung fehlt oder tagsüber angeht |
| TIME |
Nachlaufzeit |
Eingang und Carport 30 Sekunden bis 2 Minuten, lange Einfahrt mehr |
es ausgeht, während man noch vor der Tür steht |
| SENS |
Empfindlichkeit bzw. Reichweite |
in der Mitte beginnen, meist 8–12 m möglich |
der Gehweg oder Nachbars Katze ständig auslöst |
| Grundlicht (falls vorhanden) |
gedimmte Helligkeit nach Einbruch der Dunkelheit |
etwa 10–30 % der vollen Leistung |
Nachbarn sich gestört fühlen oder Strom gespart werden soll |
Unter einem tiefen Vordach oder im Carport wird es früher dunkel als auf dem offenen Hof. Dort liegt die Schwelle besser niedriger, sonst reagiert die Leuchte schon an einem trüben Nachmittag.
Montageort: Was Melder und Sensor jeweils brauchen
Ein PIR-Melder erkennt Bewegungen quer zum Erfassungsfeld deutlich besser als jemanden, der frontal auf ihn zugeht. Wandleuchten sitzen deshalb meist in 1,8–2,5 m Höhe und seitlich zum Weg, sodass Besucher den Erfassungskegel durchqueren. Für Wandmontage genügen 110–240°, ein Poller mitten im Garten profitiert von 360°.
Der Dämmerungssensor will dagegen das natürliche Tageslicht sehen. Straßenlaternen, beleuchtete Fenster oder Autoscheinwerfer im Blickfeld verzögern das Einschalten oder verhindern es ganz. Ein typischer Fehler ist auch das eigene Licht: Eine helle Fassade oder Schnee wirft es zurück, die Leuchte flackert oder geht zu früh aus. Etwas schwenken oder einen Teil der Linse abdecken hilft meist. Für frei bewitterte Wände empfiehlt sich IP54 bis IP65, unter dem Dach reicht IP44.
Anschluss und Pflege
Bei Leuchten mit integrierten Sensoren ist die Verdrahtung ab Werk erledigt, angeschlossen wird nur die Zuleitung, an der Fassade üblicherweise NYM-J 3×1,5 mm², im Erdreich NYY-J. Die Sensorelektronik braucht Dauerstrom, der vorgeschaltete Schalter bleibt also im Normalbetrieb an. Den Festanschluss ans 230-V-Netz übernimmt ein im Installateurverzeichnis eingetragener Elektrofachbetrieb, der Stromkreis sollte über einen FI-Schutzschalter mit 30 mA laufen.
Spinnweben und Staub auf der Linse lösen Fehlschaltungen aus oder machen den Sensor träge. Gelegentlich mit einem weichen, feuchten Tuch ohne Lösungsmittel abwischen, auch das kleine Fenster des Dämmerungssensors.
Häufige Fragen
Kann man einen Bewegungsmelder nur in der Dämmerung einstellen?
Ja, genau dafür ist der LUX-Regler da. Steht er Richtung Mond, reagiert der Melder nur bei Dunkelheit. In Stellung Sonne schaltet er auch tagsüber, was zum Testen der Reichweite praktisch ist.
Wie viel Lux sollte ich beim Dämmerungsschalter einstellen?
Am Hauseingang reichen meist 2–10 Lux, dann geht das Licht in der späten Dämmerung an. Wer früher Licht auf Weg oder Einfahrt möchte, wählt 10–20 Lux. Mehrere Abende beobachten und nachjustieren.
Wie stelle ich einen Dämmerungsschalter richtig ein?
Zur gewünschten Uhrzeit, wenn es gerade dunkel genug ist, den Regler von Mond langsam Richtung Sonne drehen, bis die Leuchte bei Bewegung gerade anspricht. Bei manchen Modellen lässt sich die aktuelle Helligkeit per Lern- bzw. Teach-Funktion direkt als Schwelle speichern.
Wo stellt man beim Bewegungsmelder die Zeit ein?
Am Regler mit der Aufschrift TIME oder einem Uhrsymbol. Der Bereich reicht je nach Gerät von wenigen Sekunden bis etwa 10–15 Minuten. Für den Hauseingang sind 1–2 Minuten ein guter Start.
Lässt sich die Leuchte auf Dauerlicht schalten?
Bei vielen Modellen ja: den Wandschalter kurz aus- und wieder einschalten. Dann leuchtet sie dauerhaft, bis man den Vorgang wiederholt oder eine im Gerät festgelegte Zeit abläuft. Die genaue Abfolge steht in der Anleitung.
Warum reicht der Bewegungsmelder im Sommer weniger weit?
Ein PIR-Sensor erkennt den Temperaturunterschied zwischen Körper und Umgebung. In warmen Sommernächten ist dieser Unterschied kleiner, die Reichweite schrumpft. Im Winter dämpft dicke Kleidung das Signal etwas.
Geht es um eine Leuchte für die Hauswand, lohnt der Blick auf Außenwandleuchten mit Bewegungs- und Dämmerungssensor. Poller, Laternen und Gartenbeleuchtung ohne Sensor gehören zum Thema Außenleuchten.