Eine Deckenlampe mit Bewegungsmelder schaltet sich ein, sobald jemand den Raum betritt, und nach einer einstellbaren Nachlaufzeit wieder aus. Der Sensor steckt meist mittig im Leuchtenkörper oder unsichtbar unter der Abdeckung (dem Leuchtenglas), die Leuchte sitzt flach an der Decke und überblickt von dort den ganzen Raum – im Flur, im Treppenhaus, im Keller oder in der Garage.
Bewegungsmelder an der Decke: was anders ist
Ein separater Bewegungsmelder an der Wand schaltet beliebige Leuchten, sieht aber nur in eine Richtung. Sitzt der Sensor in der Deckenleuchte selbst, erfasst er den Raum meist im Kreis von 360° und braucht weder eigenes Gehäuse noch zusätzliche Leitung. Der Erfassungsbereich ist dabei eine Kreisfläche unter der Leuchte, deren Durchmesser mit der Montagehöhe wächst.
Der Haken: Die Leuchte schaltet nur sich selbst. Sollen in einem langen Flur mehrere Leuchten gemeinsam angehen, braucht es Modelle mit Master-Slave-Anschluss oder einen einzelnen externen Melder. Und Bewegungsmelder reagieren auf Bewegung, nicht auf Anwesenheit. Wer am Schreibtisch still sitzt, sitzt irgendwann im Dunkeln. Für Büros gibt es deshalb Präsenzmelder, die auch feine Bewegungen wie Tippen erkennen. Im Wohnbereich reicht der klassische Bewegungsmelder dort, wo man durchgeht.
PIR oder HF: welche Sensortechnik passt?
PIR-Sensoren (passiv-infrarot) erkennen die Wärmestrahlung eines Menschen, der sich quer durch das Sichtfeld bewegt. Sie brauchen freie Sicht und reagieren auf jemanden, der direkt auf die Leuchte zugeht, etwas später. HF-Sensoren arbeiten mit Hochfrequenz nach dem Radarprinzip, erfassen auch kleine Bewegungen aus jeder Richtung und funktionieren hinter Glas oder Kunststoff. Deshalb lassen sie sich unsichtbar einbauen, sehen aber auch durch dünne Trockenbauwände.
| Kriterium |
PIR-Sensor |
HF-Sensor |
| Prinzip |
Wärmeänderung |
reflektierte Hochfrequenz |
| Übliche Reichweite |
ca. 4–8 m |
ca. 8–10 m, meist einstellbar |
| Erfassungswinkel |
bis 360° |
360°, durch die Abdeckung hindurch |
| Montagehöhe |
meist 2–3 m |
meist 2–4 m |
| Typische Nachlaufzeit |
wenige Sekunden bis ca. 15 min |
wenige Sekunden bis ca. 15 min |
| Stärke |
wenig Fehlauslösungen durch Nachbarräume |
erkennt auch frontales Zugehen |
| Gut für |
Bad, Gäste-WC, Abstellraum |
Flur, Treppenhaus, Keller, Garage |
Lichtfarbe, Schutzart und Helligkeit
Für Flur und Eingangsbereich passt Warmweiß bis Neutralweiß mit 3000–4000 K, im Keller und in der Garage eher 4000 K. Viele LED-Deckenleuchten lassen die Lichtfarbe umschalten. Für trockene Innenräume genügt IP20, im Bad IP44, für Garage, Waschküche oder überdachte Bereiche IP54 bis IP65. In einem durchschnittlichen Flur kommt man mit etwa 800–1500 lm gut aus.
Einstellen: Nachlaufzeit, Dämmerung, Reichweite
An der Leuchte oder per Fernbedienung lassen sich meist drei Werte einstellen. Die Nachlaufzeit bestimmt, wie lange das Licht nach der letzten Bewegung brennt: im Durchgangsflur reichen ein bis zwei Minuten, im Keller oder in der Werkstatt eher fünf bis zehn. Die Dämmerungsschwelle verhindert, dass die Leuchte bei Tageslicht anspringt. Bei der Reichweite gilt: niedrig beginnen und schrittweise erhöhen. Manche HF-Leuchten haben zusätzlich eine Grundlichtfunktion und dimmen nach Ablauf der Zeit auf eine schwache Stufe herunter, statt ganz auszugehen. Im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses ist das angenehm.
Typische Probleme
Springt das Licht ohne Grund an, ist meist die Empfindlichkeit zu hoch, eine Katze unterwegs, warme Luft vom Heizkörper unter dem PIR-Sensor im Spiel oder der HF-Sensor schaut durch die Wand. Geht es zu früh aus, ist die Nachlaufzeit zu kurz oder der Sensor sieht den Platz nicht, an dem man steht. Staub auf der Sensorlinse mindert die Erfassung; ein trockenes Tuch genügt. Die Sensorelektronik nimmt auch im ausgeschalteten Zustand etwas Strom auf.
Häufige Fragen
Wie schließe ich eine Deckenleuchte mit Bewegungsmelder an?
Wie jede Deckenleuchte über Phase, Neutralleiter und Schutzleiter nach Anleitung des Herstellers. Der vorhandene Lichtschalter bleibt eingeschaltet, denn der Sensor braucht Dauerstrom. Arbeiten an der 230-V-Installation gehören in die Hände einer Elektrofachkraft.
Kann ich das Licht auf Dauerlicht stellen?
Bei vielen Modellen ja: Schalter kurz aus- und wieder einschalten, dann leuchtet die Lampe dauerhaft, bis man sie am Schalter wieder ausschaltet.
Was bedeutet 360 Grad beim Bewegungsmelder?
Der Sensor erfasst rundum, nicht nur in eine Richtung. Bei Deckenmontage ergibt das eine kreisförmige Zone unter der Leuchte, deren Größe von Montagehöhe und Reichweite abhängt.
Welche Deckenlampe mit Bewegungsmelder eignet sich für den Flur?
Im Flur bewährt sich ein HF-Sensor, der auch frontales Zugehen erkennt, eine kurze Nachlaufzeit und neutral- bis warmweißes Licht. In schmalen Fluren mit Trockenbauwänden die Reichweite reduzieren.
Darf eine Deckenleuchte mit Bewegungsmelder nach draußen?
Unter einem Vordach oder im Carport ja, wenn sie mindestens IP44 hat, besser IP54 bis IP65. Für Wind und Wetter ohne Dach sind ausgewiesene Außenleuchten gedacht.
Woran erkennt man eine gute Deckenleuchte mit Bewegungsmelder?
An einstellbarer Nachlaufzeit, Dämmerungsschwelle und Reichweite, einer zur Montagehöhe passenden Erfassung, der richtigen Schutzart für den Raum und einer Lichtfarbe, die zum Raum passt. Lebensdauerangaben von 15.000–50.000 Stunden für das LED-Modul sind üblich.
Mehr dazu, welche Leuchte in einen langen oder schmalen Flur passt: Deckenleuchten für den Flur. Formen, Größen und Montagearten flacher Deckenleuchten allgemein: Deckenlampen.