Kostenloser Versand ab €200*
{{ aa_name() }}
Alle Kategorien
Geschenke
Gesunde Luft
Winter-Accessoires
Winterspielzeug
Deckeneinbauleuchten
{{ bb_name() }}
Esstische mit Glasplatte

Esstische mit Glasplatte

Esstische mit Glasplatte

Ein Esstisch mit Glasplatte steht und fällt mit zwei Entscheidungen: welches Sicherheitsglas in der Platte steckt und welches Gestell darunter sitzt. Das Glas bestimmt, wie robust der Tisch ist und wie er im Licht wirkt, das Gestell bleibt durch die Platte immer sichtbar und gibt dem Raum seinen Charakter.

Wer sich für Glas entscheidet, will meist Leichtigkeit: Boden und Teppich bleiben sichtbar, auch ein Tisch für sechs Personen versperrt den Wohn-Essbereich nicht. Flecken von Rotwein oder Öl ziehen nicht ein. Fingerabdrücke und Wasserränder dagegen zeigt die Oberfläche gnadenlos – darüber entscheidet vor allem die Glasart.

ESG, ESG-H oder VSG: welches Sicherheitsglas in die Tischplatte gehört

ESG steht für Einscheibensicherheitsglas und ist bei Esstischen üblich. Die fertig zugeschnittene Scheibe wird stark erhitzt und mit kalter Luft schlagartig abgeschreckt. Dadurch verträgt das Glas Stöße und Durchbiegung um ein Mehrfaches besser als einfaches Floatglas. Geht es trotzdem zu Bruch, zerfällt es in viele kleine, stumpfe Krümel.

Eine Eigenheit hat ESG: Bohren, Schneiden oder Kanten nachschleifen ist nach dem Härten nicht mehr möglich, die Scheibe würde zerspringen. Bohrungen für Gestellbeschläge, abgerundete Ecken und eine polierte oder facettierte Kante entstehen deshalb vorher.

ESG-H ist heißgelagertes ESG. Nach dem Härten durchläuft das Glas einen Heat-Soak-Test, bei dem Scheiben mit Nickelsulfid-Einschlüssen schon im Ofen brechen. Diese Einschlüsse sind die seltene Ursache dafür, dass ESG Jahre später scheinbar ohne Anlass zerspringt.

VSG, Verbundsicherheitsglas, besteht aus zwei oder mehr Scheiben mit einer reißfesten Folie dazwischen. Bricht es, bleiben die Splitter an der Folie haften und die Platte hält zusammen. Als Tischplatte ist VSG seltener, häufiger begegnet es bei Glasbeinen oder als Träger von Platten mit Keramikauflage.

Klarglas oder Weißglas – und was dazwischen liegt

Normales Klarglas enthält etwas Eisenoxid. Von oben fällt das kaum auf, an der Kante aber zeigt eine 10 oder 12 mm starke Platte einen deutlich grünen Ton. Auf heller Eiche oder einem weißen Gestell stört der Grünstich eher, dann ist Weißglas (eisenarmes Glas) die bessere Wahl: farbneutral, glasklar bis an die Kante.

Wer weniger Durchblick möchte, hat mehrere Wege. Satiniertes Glas ist matt geätzt, verzeiht Staub und Wasserflecken und lässt die Auszugsmechanik darunter verschwinden. Rückseitig lackiertes Glas ist undurchsichtig und glänzt tief, auf Schwarz sieht man allerdings jedes Staubkorn. Rauch- und Bronzeglas dämpfen Spiegelungen und harmonieren mit Messing. Keramik auf Glas schließlich verbindet eine dünne, matte Keramikschicht mit einer ESG-Scheibe: Die Kante bleibt Glas, die Oberfläche ist kratzfester und spiegelt nicht.

Metallgestell oder Holzgestell

Ein Glastisch mit Metallgestell – verchromt, aus gebürstetem Edelstahl oder schwarz pulverbeschichtet – wirkt grafisch und leicht. Ein Holzgestell aus Eiche oder Nussbaum nimmt dem Glas die Kühle und verbindet den Tisch mit Holzstühlen oder einer Küchenfront in Holzoptik. Wie dick die Platte sein muss, hängt weniger vom Material als von der Auflage ab:

Gestell Übliche Glasstärke Worauf achten
Umlaufender Rahmen aus Metall oder Holz 8–10 mm Platte liegt rundum auf, Puffer gegen Klappern
Vier Beine mit Überstand 10–12 mm Beinabstand passend zur Stuhlbreite
Kufengestell 10–12 mm Kufen an den Stirnseiten halten die Längsseiten frei
Säulen- oder Mittelfuß 12–15 mm schwere Bodenplatte, damit der Tisch nicht kippelt

Glas ist schwer: rund 2,5 kg pro Quadratmeter und Millimeter Stärke. Eine 12-mm-Platte von 180 × 90 cm bringt knapp 50 kg auf die Waage. Zum Tragen braucht es zwei Personen.

Rund, rechteckig oder ausziehbar

Pro Person rechnet man am Tisch 60 cm Breite, bequemer sind 70 cm. Ein rechteckiger Glastisch für vier braucht damit 120–140 cm Länge, für sechs 160–180 cm, bei 80–100 cm Tiefe. Ein runder Esstisch aus Glas mit 80–90 cm Durchmesser genügt für zwei, ab 110–120 cm sitzen vier Personen entspannt, für sechs sollten es 140–150 cm sein. Runde Platten auf einem Mittelfuß nutzen den Platz am besten, weil keine Tischbeine im Weg stehen. Zwischen Tischkante und Wand bleiben mindestens 75–90 cm, wo jemand hinter den Stühlen vorbeigeht, eher 100 cm.

Ausziehbare Glastische arbeiten mit Einlegeplatten aus Glas oder Keramik, die unter der Hauptplatte liegen oder seitlich herausgezogen werden. Sie sind schwerer, die Fuge zwischen den Platten bleibt sichtbar, und unter Klarglas sieht man Schienen und Beschläge. Wer nur zu Feiertagen erweitert, fährt mit einem festen Tisch und einem Klapptisch für Gäste oft besser.

Im Alltag mit der Glasplatte

Die Fläche selbst ist erstaunlich belastbar, empfindlich sind Kanten und Ecken. Ein Stoß mit dem Stuhl oder dem Staubsauger an die Ecke ist der häufigste Grund für Bruch. Mit kleinen Kindern lohnen sich abgerundete Ecken.

Gegen Kratzer helfen Tischsets und ein Blick auf Tassen und Teller mit rauem Standring. Sandkörner und verschobene Metalltöpfe hinterlassen feine Spuren. Heißes Kochgeschirr kommt auf einen Untersetzer, denn ein Gusseisentopf direkt vom Herd erwärmt die Platte punktuell.

Zum Putzen reichen warmes Wasser mit wenig Spülmittel oder Glasreiniger und ein Mikrofasertuch, danach mit einem trockenen Tuch nachpolieren. Scheuermilch und Topfschwamm machen die Oberfläche stumpf. Eine Pendelleuchte über klarem Glas spiegelt sich doppelt; ein streuender Schirm, warmweißes Licht mit 2700–3000 K und eine Hängehöhe von 65–80 cm über der Platte nehmen die Blendung.

Häufige Fragen

Was genau ist ESG-Glas?

Einscheibensicherheitsglas ist thermisch vorgespanntes Floatglas. Durch Erhitzen und schnelles Abkühlen wird es deutlich bruchfester, und im Bruchfall entstehen kleine Krümel statt langer, scharfer Scherben.

Kann man ESG-Glas bohren?

Nein. Alle Bohrungen, Ausschnitte und Kantenbearbeitungen werden vor dem Härten gemacht. Wer eine Ersatzplatte bestellt, gibt deshalb Maße, Eckradien und Bohrbild des Gestells vorab genau an.

Welches Glas eignet sich für eine Tischplatte?

Für einen Esstisch ESG, auf Wunsch als ESG-H. Optisch entscheiden Sie zwischen Klarglas mit leichtem Grünstich und farbneutralem Weißglas, matt satiniert oder rückseitig lackiert. Für eine frei aufliegende Esstischplatte ist ungehärtetes Floatglas keine gute Wahl.

Ist ein Glastisch für die Familie geeignet?

Ja, wenn Ihnen leicht abwischbare Flecken wichtiger sind als eine Oberfläche, die nichts zeigt. Satiniertes Glas oder Keramik auf Glas sieht nach dem Abendessen ruhiger aus als Klarglas, abgerundete Ecken entschärfen die Kanten auf Kopfhöhe kleiner Kinder.

Lässt sich nur die Glasplatte austauschen?

Meist ja. Glasereien fertigen ESG-Platten nach Maß, auch rund; anzugeben sind Stärke, Kantenart und die Lage der Auflagepunkte.

Wenn Sie noch zwischen Glas, Holz und Keramik schwanken: mehr zur Wahl des Esstischs allgemein unter Esstische. Passend zur Glasplatte: mehr über Leuchten mit Glasschirm unter Glaslampen.

Filter