Eine Straßenlampe für den Privatgrund ist eine Mastleuchte mit 3–6 m Lichtpunkthöhe, die Zufahrt, Hof oder Stellplatz gleichmäßig ausleuchtet. Anders als eine Gartenlaterne, die vor allem Atmosphäre schafft, bringt sie deutlich mehr Licht auf die Fläche – und lenkt es mit einer Straßenoptik dorthin, wo gefahren und gegangen wird.
Öffentliche Straßen plant die Kommune nach DIN EN 13201, darum muss sich niemand selbst kümmern. Gefragt sind LED-Straßenlaternen dort, wo der Grund privat ist: lange Hofeinfahrten auf dem Land, Privatwege einer Eigentümergemeinschaft, Kundenparkplätze, Betriebshöfe oder der Stichweg zu einer Reihenhauszeile.
Was eine Straßenlampe von einer Gartenleuchte unterscheidet
Pollerleuchten stehen meist 0,5–1 m hoch, klassische Gartenlaternen 2–2,5 m. Straßenleuchten beginnen ungefähr dort und reichen bei Parkplätzen bis 8 m und mehr. Typisch sind:
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Asymmetrische Optik – sie zieht das Licht breit und lang über die Fahrbahn, statt es rund um den Mast zu verteilen. Für Höfe und Plätze gibt es rotationssymmetrische Varianten mit etwa 100–120° Abstrahlwinkel.
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Aufsatz oder Ausleger – Mastaufsatzleuchten werden auf den Mastzopf gesteckt, das Zopfmaß beträgt meist 60 mm, bei größeren Masten 76 mm. Ansatzleuchten sitzen seitlich an einem Ausleger.
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Robustheit – Aluminiumdruckguss, Schutzart IP65 oder IP66, häufig Schlagfestigkeit IK08–IK10 und ein eingebauter Überspannungsschutz.
Neben flachen, modernen LED-Köpfen gibt es Leuchten in historischer Laternenform. Manche davon haben eine E27- oder E40-Fassung, die meisten neueren aber ein fest eingebautes LED-Modul.
Lichtfarbe, Insekten und Nachbarn
Für Zufahrten und Wohnwege empfiehlt sich 3000 K oder wärmer. Das Licht wirkt ruhiger, blendet weniger und lockt deutlich weniger Insekten an als kaltweißes Licht. Viele Gemeinden achten bei neuen Anlagen ohnehin auf insektenfreundliche Lichtfarben und nach unten gerichtetes Licht. 4000 K bietet sich an, wo Farben sicher erkannt werden sollen, etwa auf Parkplätzen. Kaltweiße 5700–6500 K, wie sie günstige Leuchten oft haben, wirken in Wohngebieten schnell grell.
Ebenso wichtig: Die Leuchte sollte waagerecht montiert sein und kein Licht über die Horizontale abgeben. Ein flaches Abdeckglas und eine nach vorn gerichtete Optik halten Schlafzimmerfenster der Nachbarn dunkel.
Lichtpunkthöhe, Abstand und Lichtstrom
Verlassen Sie sich nicht auf die Wattzahl. Die Lichtausbeute moderner LEDs liegt zwischen etwa 100 und über 150 lm/W, zwei 50-W-Leuchten können also sehr unterschiedlich hell sein. Entscheidend sind Lichtstrom in Lumen, Lichtpunkthöhe und Mastabstand.
| Einsatz |
Lichtpunkthöhe |
Mastabstand |
Lichtstrom |
Lichtfarbe |
| Hofeinfahrt, Zufahrt zum Haus |
3–4 m |
10–15 m |
2000–4000 lm |
2700–3000 K |
| Privatweg, Anliegerweg |
4–5 m |
12–20 m |
3000–5000 lm |
3000 K |
| Kunden- oder Mieterparkplatz |
6–8 m |
18–30 m |
6000–12 000 lm |
3000–4000 K |
| Betriebshof, Ladezone |
8–10 m |
nach Lichtplanung |
ab 10 000 lm |
4000 K |
Als Faustregel gilt ein Mastabstand vom Drei- bis Vierfachen der Lichtpunkthöhe. Für Parkplätze nennt DIN EN 12464-2 mittlere Beleuchtungsstärken von etwa 5, 10 und 20 Lux für geringen, mittleren und starken Verkehr.
Montage und Steuerung
Der Mast steht auf einem Betonfundament, einem Fertigfundament oder einem Ankerkorb mit Flanschplatte. Das Erdkabel wird in einem Graben verlegt, unter der Zufahrt im Schutzrohr. Den Anschluss an 230 V übernimmt eine Elektrofachkraft, die auch die Absicherung im Verteiler und die Messungen erledigt.
Ein Dämmerungsschalter schaltet die Leuchte bei Dunkelheit ein. Mit einer Zeitschaltuhr oder einer dimmbaren Leuchte (DALI, 1–10 V) lässt sich das Licht in der zweiten Nachthälfte reduzieren. Wer nur Licht beim Ankommen braucht, ist mit Wegeleuchten mit Bewegungsmelder besser bedient.
Häufige Fragen
Welche Nachteile hat LED-Straßenbeleuchtung?
Vor allem Blendung und zu kaltes Licht, wenn bei der Auswahl gespart wurde. Mit 3000 K, flachem Glas und korrekter Neigung lassen sich beide Punkte weitgehend vermeiden. Ein weiterer Schwachpunkt ist der LED-Treiber, der häufig vor dem LED-Modul ausfällt – ein austauschbarer Treiber zahlt sich aus.
Wie viel Strom verbraucht eine Straßenlaterne?
Eine 40-W-LED-Leuchte, die von der Dämmerung bis zum Morgen brennt, kommt auf rund 4000 Stunden und damit etwa 160 kWh im Jahr. Mit Nachtabsenkung oder Bewegungsmelder deutlich weniger.
Welche Straßenlaternen brennen nicht die ganze Nacht?
Leuchten mit Halbnachtschaltung oder Zeitsteuerung. Sie schalten nach einer festgelegten Uhrzeit ab oder dimmen auf einen Bruchteil herunter – im eigenen Hof genügt dafür eine Zeitschaltuhr im Verteiler.
Wie kann ich meine Straßenlaterne auf LED umrüsten?
Passt das Zopfmaß, tauscht man nur den Leuchtenkopf. Ein LED-Leuchtmittel in der alten Leuchte ist die günstigere, aber weniger effiziente Lösung, weil der alte Reflektor nicht für LED ausgelegt ist.
Welche Richtlinien gibt es für die Straßenbeleuchtung?
Für öffentliche Straßen DIN EN 13201, für Parkplätze und Außenarbeitsplätze DIN EN 12464-2. Auf Privatgrund sind diese Normen nicht verpflichtend, aber eine gute Orientierung.
Wie lange hält eine LED-Straßenleuchte?
Hochwertige Module sind auf rund 50 000 Stunden bis zu einem Lichtstromrückgang auf 80 % ausgelegt. Das entspricht mehr als zehn Jahren Dauerbetrieb in der Nacht.
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