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Innenleuchten mit Bewegungsmelder

Innenleuchten mit Bewegungsmelder

Innenleuchten mit Bewegungsmelder

Eine Lampe mit Bewegungsmelder schaltet sich ein, sobald jemand ihren Erfassungsbereich betritt, und nach einer eingestellten Nachlaufzeit wieder aus. Im Haus heißt das: Licht im Flur, ohne im Dunkeln nach dem Schalter zu tasten, und kein Kellerlicht, das tagelang unbemerkt brennt.

Innen gelten andere Regeln als an der Hausfassade. Die Wege sind kurz, das Licht soll nachts nicht blenden, und vor allem entscheidet die Stromversorgung – Batterie, Steckdose oder fester Anschluss an 230 V – darüber, wo die Leuchte überhaupt hinpasst.

Welcher Sensor steckt in der Leuchte?

Der PIR-Sensor (Passiv-Infrarot) registriert die wechselnde Wärmestrahlung eines Menschen, der sich bewegt. Er braucht freie Sicht, arbeitet nicht durch Glas und reagiert am zuverlässigsten, wenn man quer durch sein Feld läuft. Der HF-Sensor (Hochfrequenz, oft „Radar“ genannt) misst reflektierte Funkwellen. Er erkennt schon kleine Bewegungen und lässt sich unsichtbar hinter der Abdeckung verbauen – durchdringt aber auch dünne Trockenbauwände, Holz und Türen und schaltet dann womöglich, wenn nebenan jemand vorbeigeht.

Davon zu unterscheiden ist der Präsenzmelder: Er ist so empfindlich, dass er auch einen ruhig sitzenden Menschen erkennt, und gehört eher ins Büro als in den Hausflur. Ein normaler Bewegungsmelder schaltet ab, wenn man längere Zeit stillsitzt.

Raum für Raum: was wohin passt

Ort Bauform und Versorgung Reichweite, Winkel Licht Nachlaufzeit
Flur, Diele Decken- oder Wandleuchte, 230 V 6–8 m, an der Decke 360° 800–1500 lm, 3000 K 1–3 min
Treppenhaus Wand- oder Wandeinbauleuchte, 230 V oder Akku je ein Melder oben und unten Licht auf die Stufen 1–2 min
Keller, Waschküche, Hauswirtschaftsraum Feuchtraumleuchte IP44–IP65 8–12 m ab 1500 lm, 4000 K 2–5 min
Bad, Gäste-WC ohne Fenster Deckenleuchte ab IP44 4–6 m 3000–4000 K 5 min und mehr
Kleiderschrank, Abstellkammer, Küchenschrank Akku- oder Batterieleiste mit Magnet 2–3 m, ca. 100–120° 20–100 lm meist fest, 20–30 s

Die Werte sind typische Richtwerte. Den genauen Einstellbereich nennt die Anleitung der jeweiligen Leuchte. Beim Gäste-WC lohnt eine großzügige Nachlaufzeit, sonst sitzt man unversehens im Dunkeln.

Die drei Regler richtig einstellen

Netzbetriebene Sensorleuchten haben meist drei kleine Potentiometer. TIME legt die Nachlaufzeit fest, je nach Modell von wenigen Sekunden bis zu etwa 15 Minuten. LUX bestimmt die Dämmerungsschwelle: Auf dem Sonnensymbol schaltet die Leuchte auch tagsüber, auf dem Mondsymbol nur bei Dunkelheit. SENS regelt die Empfindlichkeit. Zum Einrichten TIME und SENS auf Minimum, LUX auf Sonne, einmal durch den Raum gehen und die Empfindlichkeit schrittweise erhöhen. Akkuleuchten kommen dagegen oft nur mit einem Ein-Aus-Schalter und fester Leuchtdauer aus.

Montage und typische Fehlerquellen

  • Höhe: Bei üblichen Raumhöhen um 2,5 m arbeitet ein Deckenmelder am besten. Über etwa 3 m wächst der tote Winkel direkt darunter.
  • Wärmequellen: Heizkörper, Heizlüfter oder warme Luft aus Trockner und Backofen im Blickfeld eines PIR-Melders können ihn auslösen.
  • Zwei Melder dicht beieinander stören sich mitunter gegenseitig.
  • Schalter: Ein vorgeschalteter Lichtschalter muss eingeschaltet bleiben, sonst bekommt der Sensor keinen Strom.
  • Pflege: Die Linse ab und zu trocken abwischen. Staub und Küchenfett verringern die Reichweite.

Arbeiten am 230-V-Netz gehören in die Hände einer Elektrofachkraft – auch wenn nur eine vorhandene Deckenleuchte gegen eine Sensorleuchte getauscht wird und die Zuleitung schon liegt.

Häufige Fragen

Wie nennt man Lampen mit Bewegungsmelder?

Gängig sind „Sensorleuchte“, „Leuchte mit integriertem Bewegungsmelder“ oder kurz „Bewegungsmelderleuchte“. Je nach Technik steht „PIR“ oder „HF-Sensor“ dabei. Akku- und Batterieleuchten heißen oft einfach „LED-Licht mit Bewegungssensor“.

Wie viele Adern braucht man für einen Bewegungsmelder?

Für eine Leuchte mit eingebautem Melder genügt die übliche Zuleitung: Außenleiter (L), Neutralleiter (N) und bei Schutzklasse I der Schutzleiter (PE). Ein separater Melder braucht zusätzlich die geschaltete Phase (L′) zur Leuchte – also in der Regel drei Adern plus Schutzleiter.

Wie verbinde ich einen Bewegungsmelder mit einer Lampe?

Der Melder sitzt zwischen Zuleitung und Leuchte: L und N kommen an den Melder, sein Ausgang L′ führt zur Leuchte, N und PE werden durchgeschleift. Wichtig ist die maximale Schaltleistung des Melders. Das Anschließen selbst sollte eine Elektrofachkraft übernehmen.

Wie erkenne ich einen defekten Bewegungsmelder?

Erst die Einstellungen prüfen: LUX auf Sonne, TIME auf Minimum, dann bewegen. Reagiert die Leuchte trotz Strom gar nicht, oder bleibt sie in einem leeren, kühlen Raum dauerhaft an, ist oft das Relais verschlissen – Einschaltströme von LEDs können seine Kontakte verkleben – oder ein Anschluss vertauscht.

Warum geht das Licht aus, obwohl ich im Raum bin?

Weil ein Bewegungsmelder Bewegung erkennt, nicht Anwesenheit. Wer still am Waschbecken steht oder liest, verlängert die Nachlaufzeit, richtet den Melder anders aus oder greift in Räumen zum Verweilen zu einem Präsenzmelder.

Akku-Lampe mit Bewegungsmelder: wie lange hält eine Ladung?

Das hängt vor allem davon ab, wie oft sie auslöst. Im selten geöffneten Schrank reicht eine Ladung oft viele Wochen, im Flur mit regem Verkehr deutlich kürzer. Batteriebetriebene Leuchten halten bei sparsamer Nutzung oft monatelang.

Wer die Treppe ausleuchten will, findet mehr dazu unter Treppenbeleuchtung mit Bewegungsmelder. Für Wohn- und Schlafräume ohne Sensor geht es weiter zur Innenbeleuchtung.

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