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Treppenhaus Kronleuchter

Treppenhaus Kronleuchter

Treppenhaus Kronleuchter

Ein Kronleuchter fürs Treppenhaus wird nicht nach Raumgröße ausgesucht, sondern nach dem Treppenauge - dem offenen Luftraum zwischen Erdgeschoss und oberstem Geschoss. Maßgeblich sind also zwei Zahlen: die Gesamthöhe dieses Luftraums und die Höhe der höchsten Stufe, die unter der Leuchte liegt.

Den Luftraum ausmessen, nicht den Raum

Rechnen Sie von unten nach oben. Stellen Sie sich auf die höchste Stufe unterhalb der geplanten Position und messen Sie von dort zur Decke. Unter der Leuchte müssen mindestens 210 cm frei bleiben, in der Praxis werden eher 220 bis 230 cm eingeplant, weil im Treppenhaus ein Kopfstoß am wahrscheinlichsten ist. Der Rest ist die maximale Gesamtlänge aus Leuchte und Aufhängung. Bei einem zweigeschossigen Luftraum von 5,5 bis 6 m bleiben so 250 bis 300 cm - deshalb werden Treppenhausleuchten über die Abhängelänge verkauft und nicht über den Durchmesser.

Ein langer Lüster oder eine Kaskade

Ein schmales Treppenauge trägt einen einzelnen, hohen Kronleuchter, bei dem der Blick senkrecht nach oben wandert. Ein breiter Luftraum wirkt mit einer Kaskade besser: mehrere Pendel an einzelnen Seilen, auf unterschiedlichen Höhen abgehängt. Die Kaskade hat den praktischen Vorteil, dass jede Länge vor Ort eingestellt wird und die Anordnung der Diagonale der Treppe folgen kann.

Aus zwei Etagen gleichzeitig sichtbar

Das ist der Unterschied zu jeder anderen Leuchte im Haus. Wer im Obergeschoss am Geländer steht, sieht die Leuchte von der Seite und teilweise von oben; wer unten steht, sieht sie von unten. Die Oberseite muss also verarbeitet sein, und offene Fassungen, die von unten verdeckt sind, blenden im Obergeschoss direkt auf Augenhöhe. Nach unten gerichtete Schirme oder Opalglas lösen das. Steht die Leuchte vor einem Treppenhausfenster, wird sie tagsüber als Silhouette gelesen und verliert jede Struktur - dann lieber versetzt aufhängen.

Leuchtmittelwechsel in vier Metern Höhe

Diese Frage gehört vor den Kauf, nicht danach. Möglich sind ein Gerüstturm, eine Treppenleiter mit höhenverstellbaren Holmen oder eine Leuchte mit Absenkvorrichtung. Langlebige LED-Leuchtmittel machen den Wechsel selten, aber nicht überflüssig; fest verbaute LED-Module lassen sich gar nicht tauschen, was je nach Bauweise ein Vorteil oder ein späteres Problem ist.

Befestigung über dem Treppenauge

Die Decke über einem Treppenauge ist häufig eine Holzbalkendecke oder die Unterkonstruktion des Dachs, nicht Beton. Eine lange Leuchte wirkt wie ein Pendel: Jede Bewegung unten vervielfacht die Kraft oben. Die Befestigung gehört deshalb in einen tragenden Balken oder in Stahl, niemals allein in Gipskarton. Prüfen Sie außerdem, ob die Last am Seil oder an der Kette hängt und nicht an der Anschlussleitung.

Häufige Fragen

Wie tief darf die Leuchte hängen?

Bis 210 cm über die höchste Stufe, die sie überspannt - gemessen an der Unterkante der Leuchte.

Mittig über der Treppe oder über dem Treppenauge?

Über dem Treppenauge. Über den Stufen rückt die Leuchte zu nah an den Handlauf und erschwert die Wartung.

Was tun bei einem schmalen Treppenhaus?

Eine schlanke vertikale Form wählen - oder auf Wandleuchten entlang des Laufs setzen, die dort oft mehr bringen: Treppenbeleuchtung.

Sollte sie dimmbar sein?

Ja. Nachts genügt ein Bruchteil der Leistung, und volles Licht auf dem Podest um drei Uhr morgens will niemand.

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