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G4-Leuchtmittel

G4-Leuchtmittel

G4-Leuchtmittel

G4-LED-Leuchtmittel sind winzige Stiftsockellampen, die den alten Halogenstift im selben Sockel ersetzen und dabei meist nur 1–3 W statt 10–20 W aufnehmen. Ob der Tausch auf Anhieb klappt, entscheidet aber weniger die Lampe als die Leuchte: ihre Spannung, ihr Trafo und der Platz unter dem Glas.

Typische Einsatzorte sind Dunstabzugshauben, Unterbauleuchten in der Küche, Vitrinen, Schreibtisch- und Leseleuchten, Spiegelleuchten im Bad, Seil- und Schienensysteme sowie Kristalllüster, in denen ein Dutzend kleiner Stifte auf dünnen Armen sitzt. Auch im Wohnmobil oder auf dem Boot mit 12-V-Bordnetz trifft man auf G4.

Was bedeutet G4 bei LED-Lampen?

Das G steht für einen Stiftsockel, die 4 für den Abstand der beiden glatten Stifte in Millimetern. Verwechslungsgefahr besteht mit drei ähnlichen Sockeln:

  • GU4 – gleicher Abstand, aber verdickte Stiftenden; meist bei kleinen MR11-Reflektoren.
  • GY6.35 – dickere Stifte im Abstand von 6,35 mm, passt nicht in eine G4-Fassung.
  • G9 – geschlaufte Stifte, 9 mm Abstand, in der Regel für 230 V Netzspannung.

Welche Spannung brauchen G4-LEDs?

Die große Mehrheit läuft mit 12 V Niedervolt. Dann sitzt irgendwo in der Leuchte oder in der Decke ein Trafo oder ein LED-Netzteil. Daneben gibt es G4-LEDs für 230 V, gedacht für Leuchten ohne Trafo. Der Sockel ist derselbe, die Lampen sind trotzdem nicht austauschbar: Ein 12-V-Stift am Netz brennt sofort durch, ein 230-V-Stift am Trafo leuchtet kaum oder gar nicht. Die Spannung steht auf dem alten Halogenstift oder auf dem Typenschild.

Bei 12 V lohnt ein zweiter Blick: „12 V AC/DC“ funktioniert am klassischen Trafo (Wechselspannung) wie am LED-Netzteil oder Akku (Gleichspannung). Steht nur „DC“ auf der Packung, braucht die Lampe Gleichspannung.

Helligkeit und Lichtfarbe: Was entspricht wie viel Watt?

Halogenstift Lichtstrom ca. passende G4-LED
10 W 130–150 lm 1–1,5 W, 100–150 lm
20 W rund 300 lm 2–3 W, 200–300 lm
25 W rund 400 lm 3–4 W, 300–400 lm
35 W 500–600 lm 4–5 W, 400–500 lm

Verlassen Sie sich auf die Lumenangabe, nicht auf „ersetzt 20 W“ – solche Angaben sind oft großzügig gerechnet. Warmweiß mit 2700–3000 K (Farbcode 827 oder 830) kommt dem Halogenlicht am nächsten und passt in Lüster, Wohn- und Schlafzimmer. Neutralweiß mit 4000 K ist über der Arbeitsfläche oder in einer Vitrine mit Glas und Porzellan angenehm. Ein Farbwiedergabeindex von 80 ist Standard, für Sammlungen und Schmuck darf es mehr sein.

Bauform und Abmessungen

Ein Halogenstift misst etwa 10 × 30 mm. G4-LEDs sind häufig 15–19 mm breit und bis über 40 mm lang. Flache Platinen strahlen überwiegend nach vorn, zylindrische Modelle mit Dioden rundum verteilen das Licht ähnlich wie Halogen, silikonummantelte Stifte sehen dem Original am ähnlichsten. Im Kristalllüster lässt eine einseitig strahlende Platine die Kristalle auf der Rückseite dunkel. Deshalb vorher messen, wie viel Platz in Schirm, Glas oder Abdeckung ist.

Elektronischer Trafo: Warum die LED flackert

Halogenleuchten arbeiten oft mit Elektroniktrafos, die eine Mindestlast brauchen, häufig 10–20 W oder mehr. Eine 2-W-LED liegt weit darunter, der Trafo schaltet nicht sauber ein: Die Lampe flackert, blinkt im Takt oder bleibt dunkel. Ältere Ringkern- oder konventionelle Trafos kommen mit AC/DC-LEDs meist besser zurecht. Lösungen:

  • LEDs wählen, die ausdrücklich für elektronische Trafos freigegeben sind;
  • bei vielen Stiften an einem Trafo prüfen, ob die Summe der LED-Leistung die Mindestlast erreicht;
  • den Trafo durch ein 12-V-LED-Netzteil (Konstantspannung) ersetzen, das 20–30 % Reserve über der Gesamtleistung hat.

Ist der Trafo fest am 230-V-Netz angeschlossen, gehört der Austausch in die Hände einer Elektrofachkraft.

Einbau, Wärme und Dimmen

Strom aus, Halogenstift abkühlen lassen, bei Hauben und Einbauleuchten zuerst Abdeckung oder Filter abnehmen. Den neuen Stift gerade und ohne Drehen einstecken, bis er fest sitzt. LEDs vertragen Wärme schlechter als Halogen: Viele G4-LEDs sind für eine Umgebungstemperatur bis etwa 40 °C ausgelegt. Über dem Kochfeld oder in einer eng geschlossenen Leuchte hält eine schwächere Lampe deshalb länger als die hellste. Dimmen funktioniert nur mit Modellen, die als dimmbar gekennzeichnet sind, und nur, wenn Dimmer und Trafo dazu passen.

Häufige Fragen zur G4-LED

Welche Spannung haben G4-LEDs?

Meist 12 V, seltener 230 V. Entscheidend ist, wofür die Leuchte gebaut ist – das verrät der alte Stift oder das Typenschild.

Was entspricht 25 Watt Halogen in LED?

Etwa 300–400 Lumen, bei G4 also meist eine LED mit 3–4 W. Prüfen Sie, ob diese Größe noch in die Leuchte passt.

Ist eine G4-LED dimmbar?

Nur, wenn sie ausdrücklich so gekennzeichnet ist. Dimmer, Trafo und Lampe müssen zusammenpassen, sonst flackert es oder brummt.

Welche G4-LED mit 12 V in Warmweiß ersetzt 20 W Halogen?

Eine Stiftsockellampe mit 2–3 W, rund 200–300 lm und 2700–3000 K kommt dem Original am nächsten.

Passt eine G9 LED in eine G4-Fassung?

Nein. G9 hat geschlaufte Stifte im Abstand von 9 mm und meist Netzspannung.

Darf eine G4-LED in den Backofen?

Nein, dort sind hitzefeste Speziallampen nötig. Normale G4-LEDs sind für deutlich niedrigere Temperaturen gebaut.

Einen Überblick über weitere Sockel und Lichtfarben gibt die Kategorie Leuchtmittel. Hängen im selben Raum 12-V-Strahler am Trafo, betrifft das Gleiche auch MR16-Leuchtmittel.

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