Die Leuchtstoffröhre T8 ist die klassische 26-mm-Röhre mit G13-Sockel, die in Kellern, Garagen, Werkstätten und Rasterleuchten im Büro seit Jahrzehnten Dienst tut. Unter derselben Bezeichnung gibt es heute auch LED-Röhren: gleiche Länge, gleicher Sockel, aber rund die Hälfte des Stromverbrauchs und kein Quecksilber.
Wer eine T8-Röhre ersetzen will, muss deshalb vor allem eines wissen: welches Vorschaltgerät in der Leuchte steckt. Davon hängt ab, ob der Tausch in zwei Minuten erledigt ist oder eine Elektrofachkraft ran muss.
Gibt es noch T8-Leuchtstoffröhren?
Neue T8-Leuchtstoffröhren in den Standardlängen 60, 120 und 150 cm dürfen in der EU nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Grundlage sind die Ökodesign-Anforderungen an Lichtquellen und die Quecksilberregeln. Restbestände aus dem Handel dürfen noch verkauft werden, und eine eingebaute Röhre darf weiterleuchten, bis sie ausfällt. Einige Sonderausführungen sind länger erhältlich, für die übliche Kellerleuchte ist die LED-Röhre aber der vernünftige Nachfolger – spätestens beim nächsten Defekt.
Welche Länge, welche Leistung?
Gemessen wird von Stift zu Stift. Länge und Leistung hängen bei T8 fest zusammen: Mehr Licht bedeutet bei Leuchtstoffröhren eine längere Röhre, in derselben Leuchte lässt sich also nicht einfach „aufstocken“. Beim LED-Ersatz zählt der Lichtstrom in Lumen, nicht die Wattzahl.
| Länge mit Stiften |
Leuchtstoffröhre |
LED-Röhre (typisch) |
Lichtstrom LED (typisch) |
| ca. 60 cm |
18 W |
8–10 W |
800–1400 lm |
| ca. 90 cm |
30 W |
12–14 W |
1200–2000 lm |
| ca. 120 cm |
36 W |
14–20 W |
1800–2900 lm |
| ca. 150 cm |
58 W |
20–25 W |
2500–3300 lm |
Eine 36-W-Leuchtstoffröhre liefert auf dem Papier um die 3000–3300 lm, strahlt aber rundum ab – ein guter Teil landet an der Decke oder im Leuchtengehäuse. LED-Röhren bündeln ihr Licht meist auf 120–180° nach unten. In einer offenen Lichtleiste ohne Reflektor wirkt eine LED-Röhre mit etwas weniger Lumen deshalb oft gleich hell.
Umrüsten auf LED: KVG, EVG oder Direktanschluss
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KVG (bzw. VVG) mit Starter – erkennbar am Klicken und kurzen Flackern beim Einschalten. Hier passt eine LED-Röhre für KVG; der alte Starter wird gegen den mitgelieferten LED-Starter (Brückenstarter mit Sicherung) getauscht, die Drossel bleibt drin.
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EVG – die Röhre startet sofort und ohne Starter. Nur Röhren, deren Hersteller die Verträglichkeit mit dem vorhandenen EVG angibt, laufen zuverlässig. Sonst muss das EVG überbrückt werden.
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Direktanschluss 230 V – Vorschaltgerät und Starter fliegen raus, die Netzspannung geht direkt auf die Fassungen. Einseitig eingespeiste Röhren bekommen L und N am gekennzeichneten Ende, beidseitig eingespeiste je einen Leiter pro Ende.
Wer eine Leuchte umverdrahtet, übernimmt nach gängiger Auffassung die Verantwortung des Herstellers für die geänderte Leuchte. Den Umbau überlässt man deshalb einer Elektrofachkraft und klebt danach einen deutlichen Hinweis an die Leuchte. Eine Leuchtstoffröhre in einer umgebauten Leuchte oder eine 230-V-Röhre an einem Vorschaltgerät beschädigt im besten Fall nur die Röhre.
Lichtfarbe und Einsatzorte
Die dreistellige Kennzahl auf der Röhre verrät zweierlei: Die erste Ziffer steht für die Farbwiedergabe (8 = Ra 80–89, 9 = Ra ab 90), die beiden folgenden für die Farbtemperatur in Hundert Kelvin. 840 mit 4000 K ist der Klassiker für Werkstatt, Keller und Büro, 830 mit 3000 K wirkt in Hauswirtschaftsraum oder Küche wohnlicher, 865 mit 6500 K liefert kaltes Tageslichtweiß für Hallen.
In der unbeheizten Garage zeigt sich der größte Vorteil: Leuchtstoffröhren zünden bei Kälte zögerlich und brauchen lange bis zur vollen Helligkeit, LED-Röhren sind sofort voll da. Für feuchte oder staubige Räume gehört die Röhre in eine Feuchtraum-Wannenleuchte mit IP65 – die Röhre selbst ist meist nur IP20. Im Lebensmittelhandel gibt es Röhren mit speziellen Lichtfarben für Fleisch- oder Backwarentheken.
Typische Fehler und Pflege
- Opale Abdeckungen streuen das Licht gleichmäßig, klare bringen etwas mehr Lichtstrom, zeigen aber die einzelnen LEDs.
- Röhren aus Polycarbonat splittern nicht – in der Werkstatt und über Lebensmitteln ein echtes Plus.
- Alte G13-Fassungen werden spröde; ein Wackelkontakt sieht oft aus wie eine defekte Röhre.
- Ausgediente Leuchtstoffröhren enthalten Quecksilber und gehören zum Wertstoffhof oder in die Sammelbox im Handel. Ist eine zerbrochen: lüften und die Scherben ohne Staubsauger aufnehmen.
Häufige Fragen
Was bedeutet T8 bei Leuchtstoffröhren?
„T“ steht für „tubular“, die Zahl für den Durchmesser in Achtelzoll. 8/8 Zoll ergeben einen Zoll, also rund 26 mm.
Kann man eine Leuchtstoffröhre durch eine LED-Röhre ersetzen?
Ja. Bei KVG-Leuchten reichen meist Röhre und LED-Starter, bei EVG braucht es eine kompatible Röhre oder einen Umbau durch die Elektrofachkraft.
Wie lange gibt es noch T8-Röhren?
Leuchtstoffröhren in Standardlängen nur noch aus Restbeständen. LED-Röhren im T8-Format mit G13-Sockel bleiben dagegen gängige Ware.
Was ist der Unterschied zwischen T5 und T8?
T5 misst nur 16 mm, hat einen G5-Sockel und andere Längen. Beide Röhren lassen sich nicht in derselben Leuchte tauschen.
Welche Längen gibt es bei T8?
Die gängigen sind ca. 60, 90, 120 und 150 cm, daneben kurze Röhren um 45 cm und lange um 180 cm.
Wie lange hält eine LED-Röhre?
Typisch sind 25.000–40.000 Stunden, gegenüber etwa 10.000–20.000 Stunden bei einer Leuchtstoffröhre.
Stecken in Ihrer Leuchte die schlankeren 16-mm-Röhren, lesen Sie weiter bei T5-Leuchtstoffröhren. Mehr zu anderen Sockeln und Bauformen, von E27 bis GU10: Leuchtmittel.