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Design Schreibtischlampen

Design Schreibtischlampen

Design Schreibtischlampen

Design Schreibtischlampen sind der Grenzfall dieser Kategorie: Sie sind Objekte mit Autor und zugleich Werkzeuge, die eine messbare Aufgabe erfüllen müssen. Eine Leuchte, die auf dem Schreibtisch gut aussieht, aber das Blatt nicht ausleuchtet, ist am falschen Ort – und umgekehrt sind gerade die bekanntesten Entwürfe dieser Gattung aus einer technischen Idee entstanden, nicht aus einer Formidee: eine Federmechanik aus dem Fahrzeugbau, ein Gelenkarm, durch den der Strom selbst fließt, ein Reibgelenk, das jede Position hält.

Was auf dem Schreibtisch tatsächlich gebraucht wird

Für Büroarbeit ist die Beleuchtungsstärke am Arbeitsplatz genormt: Für Schreiben, Lesen und Bildschirmarbeit werden rund 500 Lux auf der Arbeitsfläche angesetzt. Im Homeoffice misst das niemand nach, aber die Zahl gibt die Richtung vor – eine Deckenleuchte allein liefert sie in aller Regel nicht, und deshalb ist die Schreibtischleuchte kein Zubehör, sondern die eigentliche Arbeitsbeleuchtung.

Drei Eigenschaften entscheiden darüber, ob sie das leistet:

  • Reichweite. Der Lichtpunkt muss über die Mitte der Arbeitsfläche kommen. Bei einer 60 cm tiefen Platte heißt das ein Arm von mindestens 40 bis 50 cm Auslage – kurze Bogenleuchten beleuchten nur den Bereich direkt vor dem Fuß.
  • Blendfreiheit. Die Lichtquelle darf im Sitzen nicht sichtbar sein. Ein tiefer Schirm, ein Reflektor oder eine mattierte Abdeckung sorgen dafür, dass nur die Fläche leuchtet, nicht die Leuchte.
  • Farbwiedergabe. Ein Wert von CRI 90 oder höher lohnt sich überall dort, wo Farben beurteilt werden – beim Zeichnen, Nähen, Löten, Schminken. Für reines Lesen genügt weniger.

Vier Mechaniken, vier Charaktere

Wie Schreibtischleuchten ihre Position halten MechanikFunktionsweiseStärkeSchwäche FederzugZugfedern gleichen das Gewicht des Arms ausEinhändig verstellbar, bleibt in jeder Stellung stehenFederkraft passt nur zu einem bestimmten Schirmgewicht, kein beliebiger Umbau GegengewichtMassen am hinteren Armende halten die BalanceLäuft ohne Federspannung sehr leichtgängig und dauerhaftBraucht Platz hinter der Leuchte und einen schweren Fuß ReibgelenkVerschraubte Gelenke werden durch Reibung gehaltenRobust, nachziehbar, praktisch unverwüstlichVerstellen braucht beide Hände, Gelenke leiern über Jahre aus Starrer KörperKein Gelenk, feste LichtrichtungKlare Silhouette, nichts geht kaputtDer Arbeitsplatz muss sich der Leuchte anpassen, nicht umgekehrt

Wohin die Leuchte gestellt wird

Die Faustregel lautet: Das Licht kommt von der Seite der Hand, mit der nicht geschrieben wird. Rechtshänder stellen die Leuchte links, Linkshänder rechts – sonst wirft die eigene Hand einen Schatten genau auf die Stelle, an der gearbeitet wird. Bei Bildschirmarbeit kommt eine zweite Bedingung dazu: Die Leuchte darf sich nicht im Monitor spiegeln. Prüfen lässt sich das in fünf Sekunden, indem Sie den ausgeschalteten Bildschirm ansehen und die Leuchte darin suchen.

Für kleine Tische ist die Fußfrage entscheidend. Ein schwerer Rundfuß ist stabil, kostet aber 15 bis 20 cm Arbeitsfläche. Eine Tischklemme oder ein Zapfenfuß in einer Tischplattenbohrung nimmt gar keinen Platz weg und ist bei tiefen Regalen und schmalen Sekretären oft die einzig sinnvolle Lösung. Prüfen Sie bei Klemmfüßen die maximale Plattenstärke – bei massiven Eichenplatten reicht die Öffnung mancher Klemme nicht.

Lichtfarbe und Dimmung am Arbeitsplatz

Für konzentriertes Arbeiten am Tag ist neutralweißes Licht um 4000 Kelvin angenehm, für den Abend am selben Tisch eher 2700 Kelvin. Leuchten, die beides können, lösen einen realen Konflikt: Derselbe Schreibtisch ist am Vormittag Arbeitsplatz und am Abend Teil des Wohnzimmers. Wenn die Leuchte nur eine Lichtfarbe hat, entscheiden Sie nach der überwiegenden Nutzung – und ergänzen Sie eine zweite, warme Lichtquelle im Raum, damit der helle Kegel auf dem Tisch nicht als einzige Insel im Dunkeln steht.

Bei Modellen mit Fassung statt fest verbautem LED-Modul haben Sie diese Wahl ohnehin selbst in der Hand und können sie jederzeit ändern. Achten Sie dann nur darauf, dass das Leuchtmittel in den Schirm passt, ohne dessen Rand zu überragen, sonst ist die Blendfreiheit dahin.

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Häufige Fragen

Wie viel Lumen braucht eine Schreibtischleuchte?

Aus 40 bis 50 cm Höhe über der Platte liefern rund 400 bis 800 Lumen aus einem gerichteten Schirm eine gut nutzbare Arbeitsfläche. Der Lumenwert allein sagt allerdings wenig: Eine Leuchte, die ihr Licht rundum abstrahlt, bringt bei gleichem Wert nur einen Bruchteil davon auf das Blatt.

Wärmt eine LED-Leuchte den Arbeitsplatz weniger auf?

Ja, deutlich. Historische Gelenkarmleuchten wurden für Glühlampen gezeichnet, deren Metallschirme nach einer halben Stunde heiß sind. Mit LED bleibt der Schirm handwarm, was besonders bei Leuchten mit kleinem Abstand zum Kopf oder zum Papier angenehm ist. Beachten Sie bei geschlossenen Metallschirmen trotzdem die zulässige Leistung des Herstellers.

Klemmfuß oder Standfuß?

Klemmfuß bei kleinen Tischen, Standfuß bei großen. Der Klemmfuß gibt Arbeitsfläche frei und sitzt bombenfest, verlangt aber eine freie Tischkante ohne Zarge oder Schublade dahinter. Der Standfuß lässt sich jederzeit umstellen und braucht kein Werkzeug.

Ist eine Gelenkarmleuchte im Wohnraum vertretbar?

Ja, wenn sie als Werkzeug gelesen wird. Gerade die schwarzen und aluminiumfarbenen Klassiker dieser Gattung wirken auf einem Sideboard oder neben einem Sessel eher wie ein Gerät als wie eine Dekoration, und genau das macht ihren Reiz aus. Für weiches Abendlicht ist eine solche Leuchte allerdings die falsche Wahl.

Was tun, wenn der Arm mit der Zeit absackt?

Bei Reibgelenken lassen sich die Schrauben nachziehen, das ist der Normalfall und in der Konstruktion vorgesehen. Bei Federzugleuchten gibt es meist eine Justierschraube für die Federvorspannung. Sackt eine Leuchte trotzdem ab, wurde häufig das Leuchtmittel gegen ein deutlich schwereres getauscht – auch das verändert die Balance.