Wer eine grüne Schreibtischlampe sucht, landet fast immer bei der grünen Bankerlampe: Messingfuß, länglicher Schirm aus grünem Glas, Licht gezielt nach unten auf die Arbeitsfläche. Daneben gibt es grüne Schreibtischlampen in ganz anderer Form – Gelenkleuchten aus lackiertem Metall, Keramikfüße mit Stoffschirm oder schlanke LED-Modelle in Salbei, Oliv oder Tannengrün.
Das Grün entscheidet dabei über mehr als die Optik. Beim Glasschirm beeinflusst es, wie die Leuchte im Raum schimmert. Beim Metallschirm bestimmt es, ob die Lampe nach Bibliothek oder nach modernem Arbeitszimmer aussieht.
Was eine Bankerlampe ausmacht
Die Bankerlampe wurde 1909 in den USA patentiert. Grüne und weiße Schirme gab es von Anfang an, durchgesetzt hat sich das Grün – bis heute ist es das Erkennungszeichen dieser Form. Der klassische Schirm besteht aus Überfangglas: außen grün, innen weiß. Die weiße Schicht wirft neutrales Licht auf Papier und Tastatur, die grüne Außenseite leuchtet nur sanft nach außen. Bei hochwertigen, mundgeblasenen Schirmen liegen sogar mehrere Schichten übereinander.
Der Schirm ist lang, flach und hinten abgeflacht. Wer am Tisch sitzt, schaut deshalb nicht in das Leuchtmittel, sondern sieht nur die beleuchtete Fläche. Eingeschaltet wird klassisch über einen Zugschalter mit Kette, bei neueren Modellen oft über einen Schnurschalter oder einen Schalter am Fuß.
Andere grüne Schreibtischlampen
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Gelenk- und Architektenleuchten – pulverbeschichtetes Metall, Arm mit Gelenk oder Feder. Am flexibelsten, wenn Sie zwischen Lesen, Schreiben und Bildschirmarbeit wechseln.
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Tischleuchten mit Keramik- oder Glasfuß – streuen das Licht breiter, passen eher zum Schreibtisch im Wohn- oder Schlafzimmer.
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LED-Schreibtischlampen – fest verbaute LEDs, oft mit Touch-Dimmer und einstellbarer Lichtfarbe, manche mit Akku.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Für Lesen, Schreiben und Bildschirmarbeit nennt die DIN EN 12464-1 rund 500 Lux im Arbeitsbereich. Die Schreibtischlampe ergänzt dabei die Raumbeleuchtung, sie ersetzt sie nicht.
| Merkmal |
Üblicher Wert |
Hinweis |
| Lichtstrom |
400–800 lm |
eine LED-Lampe mit 806 lm entspricht etwa einer alten 60-W-Glühbirne |
| Lichtfarbe |
3000–4000 K |
Warmweiß für den Abend, Neutralweiß für konzentriertes Arbeiten |
| Farbwiedergabe |
Ra 80 oder mehr |
für Zeichnen und Bildbearbeitung besser Ra 90+ |
| Fassung |
E27, seltener E14 |
das Leuchtmittel liegt meist nicht bei |
| Höhe einer Bankerlampe |
etwa 36–50 cm |
die Schirmunterkante sollte unter Augenhöhe liegen |
| Schutzart |
IP20 |
nur für trockene Innenräume |
Bei der Bankerlampe lohnt ein Blick auf die Form des Leuchtmittels. Der Schirm ist flach, eine lange Birne ragt schnell unter der Kante hervor und blendet. Kurze, matte LED-Lampen passen besser und werden kaum warm – das schont auch das Glas.
Original oder Nachbau?
Alte Bankerlampen erkennt man an einem schweren Messingfuß, einem dickwandigen Schirm mit weißer Innenschicht und einem Zugschalter. Viele Exemplare vom Flohmarkt oder aus dem Nachlass haben spröde Kabel oder ausgeleierte Fassungen. Lassen Sie solche Leuchten vor dem ersten Einschalten von einer Elektrofachkraft prüfen. Neue Bankerlampen haben dagegen einen Schutzkontaktstecker oder Eurostecker und lassen sich problemlos mit LED betreiben.
Aufstellen und pflegen
Rechtshänder stellen die Lampe links auf, Linkshänder rechts – so fällt kein Schatten der Hand aufs Papier. Neben einem Monitor gehört sie seitlich, nicht dahinter, sonst spiegelt sie sich im Bildschirm. Eine Bankerlampe braucht einen tiefen Schreibtisch; auf einer schmalen Platte unter dem Fenster ist eine Gelenkleuchte praktischer. Im Kinderzimmer ist ein stabiler Metallschirm sicherer als Glas.
Zum Reinigen die Lampe ausschalten und abkühlen lassen. Das Glas mit einem feuchten Tuch abwischen, die Fassung trocken halten. Unlackiertes Messing dunkelt nach und bekommt Patina, die man mögen oder mit feiner Stahlwolle und einem Hauch Öl abnehmen kann. Lackiertes Messing nur trocken abwischen, keine Scheuermittel.
Häufige Fragen
Was ist eine Bankerlampe?
Eine Schreibtischleuchte mit Messingfuß und länglichem Glasschirm, meist grün mit weißer Innenseite. Der Schirm lenkt das Licht nach unten auf die Arbeitsfläche und verdeckt das Leuchtmittel.
Wie heißen die grünen Schreibtischlampen?
Bankerlampe, Bankierlampe oder Bankers-Lampe – gemeint ist immer dieselbe Form. Manchmal liest man auch Bibliothekslampe.
Wer hat die ursprüngliche Bankers-Lampe hergestellt?
Patentiert hat sie 1909 der Amerikaner Harrison D. McFaddin, der sie zunächst unter einem eigenen Markennamen verkaufte. Die Glasschirme der frühen Lampen kamen nach den gängigen Darstellungen aus Mähren.
Warum ist der Schirm grün?
Die Glühbirnen jener Zeit blendeten stark. Der grüne Überfangschirm dämpfte das, während die weiße Innenschicht genug Licht auf den Tisch warf. Grün galt außerdem als beruhigende Farbe.
Bankerlampe grün mit Glas oder mit Metallschirm?
Glas schimmert, wirkt klassisch und gibt etwas Licht in den Raum ab. Ein Metallschirm ist robuster und lenkt das gesamte Licht nach unten – gut fürs Kinderzimmer oder für Vielnutzer.
Gibt es die Bankerlampe auch in Blau?
Ja, neben Grün gibt es Schirme in Weiß, Blau oder Silber. Das Grün bleibt aber die Farbe, an die man bei dieser Form zuerst denkt.
Mehr zu anderen Formen, Farben und Leuchtmitteln: Schreibtischlampen. Wer das Grün im ganzen Raum aufgreifen möchte, schaut sich die grünen Lampen für Wohnzimmer, Flur und Schlafzimmer an.