Eine LED-Stehlampe erzeugt ihr Licht mit Leuchtdioden – entweder über ein fest verbautes LED-Modul oder über ein LED-Leuchtmittel in einer E27-, E14- oder G9-Fassung. Gegenüber der alten Halogen-Stehleuchte braucht sie nur einen Bruchteil des Stroms, bleibt am Kopf kühl und lässt sich in Helligkeit und Lichtfarbe viel feiner steuern.
Wer früher einen Deckenfluter mit 300-W-Halogenstab hatte, kennt die Hitze unter der Schale. Ein LED-Deckenfluter erreicht ähnliche Helligkeit mit rund 40 W. Damit verschieben sich die Fragen beim Kauf: weg von der Wattzahl, hin zu Lichtqualität, Dimmverhalten und Bedienung.
Was die LED an der Stehlampe verändert
Dioden sind flach und geben wenig Wärme ab. Designer können sie deshalb in schmale Bögen, dünne Ringe oder flache Leseköpfe packen, für die eine Glühbirne viel zu groß wäre. Das erklärt, warum viele moderne Stehlampen fürs Wohnzimmer so filigran wirken.
Die geringe Wärme schont außerdem Schirme aus Papier, Leinen oder dünnem Kunststoff, die unter Halogenlicht mit der Zeit vergilbten. In Haushalten mit Kindern ist es angenehm, dass der Leuchtenkopf bei einer zufälligen Berührung nicht heiß ist.
Viele Modelle kombinieren Deckenfluter und Lesearm. In der LED-Variante sind beide Lichtquellen meist getrennt schalt- und dimmbar, der Lesearm begnügt sich oft mit 5–6 W.
Lichtqualität: die Werte im Datenblatt
| Kennwert |
Übliche Spanne |
Empfehlung fürs Wohnzimmer |
| Lichtstrom |
400–900 lm Leselampe, 1500–4800 lm Deckenfluter |
Zum Lesen etwa 800 lm, für den ganzen Raum indirekt ab 2000 lm |
| Lichtfarbe |
Warmweiß 2700–3000 K, Neutralweiß 4000 K, einstellbar 2700–6500 K |
Abends Warmweiß, am Schreibtisch Neutralweiß |
| Farbwiedergabe (Ra) |
80–95 |
Mindestens Ra 80, für Lesen und Handarbeit ab Ra 90 |
| Lebensdauer LED-Modul |
meist 25.000–50.000 h |
Prüfen, ob Modul oder Treiber tauschbar sind |
| Schutzklasse |
I (Schutzleiter), II (schutzisoliert), III (Netzteil) |
Bei Klasse III nur das mitgelieferte Netzteil verwenden |
| Schutzart |
IP20 innen, IP44 für feuchte Bereiche |
Im überdachten Außenbereich mindestens IP44 |
Ein Punkt fehlt in fast jedem Datenblatt: das Flimmern. Günstige Treiber lassen die LED unsichtbar pulsieren, was beim längeren Lesen ermüdet. Ein schneller Test ist die Zeitlupenfunktion der Handykamera – dunkle Streifen im Bild verraten Flimmern.
Dimmbar, mit Fernbedienung oder per App
Eine dimmbare LED-Stehlampe deckt zwei Rollen ab: volles Licht zum Lesen, gedämpftes Licht beim Fernsehen. Bei fest verbauter LED sitzt der Dimmer in der Leuchte, bedient wird er je nach Modell über Drehrad, Schnurdimmer, Fußdimmer, Touchfläche, Funk-Fernbedienung oder App. Hinter dem Sofa ist der Fußdimmer am praktischsten, in einer schwer erreichbaren Ecke die Fernbedienung.
Einstellbare Lichtfarbe (CCT) lohnt sich, wenn die Lampe tagsüber am Arbeitsplatz und abends am Sofa steht. Achten Sie auf eine Memory-Funktion, die die letzte Einstellung speichert.
Bei Leuchten mit Fassung gilt: Ein Zwischenstecker-Dimmer funktioniert nur mit einem als dimmbar gekennzeichneten LED-Leuchtmittel. Ein normales LED-Leuchtmittel flackert oder brummt am Dimmer. Eine Alternative sind Leuchtmittel mit 3-Stufen-Dimmung über den normalen Schalter.
Aufstellen und Pflege
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Blendung vermeiden: Ein offener LED-Kopf auf Augenhöhe blendet stärker als eine Glühbirne unter dem Schirm. Leseköpfe sollten einen Diffusor haben und nach unten strahlen.
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Abstand zur Decke: Ein Deckenfluter braucht eine helle Decke und etwas Luft nach oben, sonst bleibt ein greller Fleck statt einer gleichmäßigen Aufhellung.
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Kabel: Fußschalter und Kabel so legen, dass niemand darüber stolpert, gerade bei Bogenlampen mitten im Raum.
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Reinigung: Netzstecker ziehen, Diffusor und Kopf mit einem trockenen oder leicht feuchten Mikrofasertuch abwischen. Alkoholhaltige Reiniger machen Kunststoff stumpf.
Häufige Fragen
Wie viel Strom zieht eine LED-Stehlampe mit Fernbedienung im Standby?
Der Funkempfänger bleibt aktiv und braucht einen Bruchteil eines Watts. Über das Jahr ist das wenig, aber nicht null. Wer das vermeiden will, schaltet über eine Steckdosenleiste ab.
Kann man jede LED-Stehlampe dimmen?
Nein. Eine Lampe mit fest verbauter LED ist nur dimmbar, wenn ein Dimmer eingebaut ist. Bei Fassungen muss das Leuchtmittel ausdrücklich dimmbar sein.
Welche LED-Stehlampe passt ins moderne Wohnzimmer?
Für die Grundhelligkeit ein Deckenfluter ab etwa 2000 lm, für die Leseecke eine schlanke Lampe mit dimmbarem Kopf. Warmweißes Licht mit 2700–3000 K wirkt am Abend gemütlich.
Warum flackert meine LED-Stehlampe?
Meist steckt ein nicht dimmbares Leuchtmittel an einem Dimmer oder ein schwacher Treiber dahinter. Ein dimmbares Leuchtmittel oder eine Leuchte mit hochwertigem Treiber behebt das.
Wann ist eine kabellose LED-Stehlampe sinnvoll?
Wenn keine Steckdose in der Nähe ist oder die Lampe mal im Wohnzimmer, mal auf dem Balkon stehen soll. Akku-Modelle sind schwächer als Netzleuchten und eher Zusatzlicht.
Wie lange hält eine fest verbaute LED?
Hersteller geben meist 25.000–50.000 Stunden an. Bei vier Stunden täglich sind das viele Jahre. Danach lässt die Helligkeit nach, bei manchen Modellen lässt sich das Modul tauschen.
Mehr zu Formen, Materialien und Stilen: Stehlampen. Mehr zu Leuchten ohne Kabel: Stehlampen mit Akku.