Eine Wandleuchte im Schlafzimmer neben dem Bett ersetzt die Nachttischlampe: Sie hängt dort, wo der Kopf liegt, spendet warmes Licht zum Lesen und lässt die Ablage frei. Gegenüber einer beliebigen Wandleuchte zählt am Bett vor allem, dass sich der Schalter vom Kissen aus erreichen lässt und das Licht nicht blendet – weder Sie noch die Person, die nebenan schon schläft.
Welche Beleuchtung ist im Schlafzimmer richtig?
Ein Schlafzimmer braucht selten viel Licht, aber das richtige an der richtigen Stelle. Die Deckenleuchte sorgt für Grundhelligkeit beim Anziehen oder Bettenmachen. Am Bett übernimmt eine Wandleuchte die Rolle des persönlichen Lichts: abends zum Lesen, nachts als gedämpfte Orientierung. Wer beides trennt, kann die helle Deckenbeleuchtung nach dem Zähneputzen einfach auslassen.
Für den Platz am Bett haben sich einige Bauformen bewährt:
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Schwenkbare Leuchten mit Gelenkarm, Flexhals oder drehbarem Kopf – der Lichtkegel lässt sich genau aufs Buch richten und vom Partner weg.
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Leuchten mit Schirm aus Opalglas oder Stoff – sie streuen das Licht weich an die Wand und eignen sich eher für Stimmung als für lange Lektüre.
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Doppelleuchten mit Grundlicht und zusätzlichem Lesespot, jeweils mit eigenem Schalter.
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Flache LED-Leuchten mit dezentem, nach unten gerichtetem Licht, oft auch als Nachtlicht im Kinderzimmer genutzt.
Manche Modelle bringen eine kleine Ablage oder einen USB-Anschluss fürs Handy mit. Wer abends vor allem ausgiebig liest, sollte sich auch mit Wandleuchten zum Lesen beschäftigen – mehr dazu: Wandleuchten zum Lesen.
Richtwerte für die Wandleuchte am Bett
| Kriterium |
Üblicher Bereich |
Worauf es ankommt |
| Höhe über der Matratze |
meist 50–80 cm |
Licht fällt aufs Buch, nicht ins Gesicht |
| Höhe ab Fußboden |
etwa 110–140 cm |
abhängig von Betthöhe und Kopfteil |
| Seitlicher Abstand |
15–30 cm neben der Matratzenkante |
der Kopf stößt beim Aufsetzen nicht an |
| Lichtfarbe |
Warmweiß, 2700–3000 K |
wirkt abends ruhiger als Neutralweiß |
| Lichtstrom |
etwa 150–400 lm pro Leselicht |
reicht zum Lesen, ohne zu blenden |
| Leistung LED |
meist 2–6 W je Kopf |
geringer Verbrauch im Dauereinsatz |
| Armlänge |
etwa 20–40 cm |
Spielraum beim Ausrichten |
Ob die Höhe passt, zeigt ein kurzer Versuch: Setzen Sie sich ans Kopfteil, lassen Sie die Leuchte an die Wand halten und markieren Sie die Stelle mit Malerkrepp, an der das Licht auf den Schoß fällt, die Lichtquelle selbst aber außerhalb Ihres Blickfelds bleibt.
Mit Kabel oder ohne Kabel?
Die sauberste Lösung ist der feste Anschluss an einen Wandauslass. Dafür muss allerdings eine Leitung am Bett liegen, und angeschlossen wird von einer Elektrofachkraft. Fehlt der Auslass, ist eine Wandleuchte mit Kabel und Schalter die unkomplizierte Alternative: Stecker in die Steckdose, Leitung in einem Kabelkanal oder einer Textilummantelung führen – fertig. Mehr dazu bei den Wandleuchten mit Stecker. Akkuleuchten kommen ganz ohne Leitung aus, müssen aber regelmäßig geladen werden.
Beim Leuchtmittel stehen sich integrierte LED und Fassung gegenüber. Die integrierte LED erlaubt schlanke Köpfe und hält typischerweise 20.000–50.000 Stunden, bei einem Defekt wird aber meist die ganze Leuchte getauscht. Eine Fassung wie E14, E27 oder G9 lässt Ihnen die Wahl bei Lichtfarbe und Helligkeit.
Typische Fehler und Pflege
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Schalter, den man nachts nicht findet: Ein winziger Taster an der Rückseite ist im Dunkeln lästig. Schnurschalter, Zugschalter oder Touch-Fläche lassen sich leichter ertasten.
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Hohes, gepolstertes Kopfteil vergessen: Gemessen wird ab dessen Oberkante, sonst verschwindet die Leuchte dahinter.
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Falscher Dimmer: Nicht abgestimmte Dimmer lassen LEDs flackern und verkürzen ihre Lebensdauer.
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Ungeeignete Dübel: Gipskarton braucht Hohlraumdübel, Beton und Mauerwerk Spreizdübel. Beigelegtes Befestigungsmaterial ist oft eher einfach.
Zur Pflege genügt es, die Leuchte etwa einmal im Monat im ausgeschalteten Zustand mit einem trockenen oder leicht feuchten Mikrofasertuch abzuwischen. Stoffschirme lassen sich mit einer weichen Bürste entstauben, ein nachgebender Gelenkarm meist durch Nachziehen der Schraube wieder festigen.
Häufige Fragen
Welche Lampe ist die beste für das Schlafzimmer?
Die Kombination macht es: eine Deckenleuchte für die Grundhelligkeit und am Bett je eine Wandleuchte mit eigenem Schalter. Am Doppelbett hängen zwei gleiche Leuchten symmetrisch, damit einer lesen kann, während der andere schläft.
Wie viel Watt sollte eine Lampe fürs Schlafzimmer haben?
Bei LED zählt eher der Lichtstrom als die Wattzahl. Für ein Leselicht am Bett genügen meist 150–400 lm, was LED-Leuchten mit etwa 2–6 W erreichen. Für die Deckenbeleuchtung des ganzen Raums wird deutlich mehr gebraucht.
Schwenkbare oder starre Wandleuchte fürs Schlafzimmer?
Schwenkbar, wenn Sie im Bett lesen – der Lichtkegel folgt dem Buch und lässt sich vom Partner wegdrehen. Starre Leuchten mit Schirm passen besser, wenn es vor allem um warmes Stimmungslicht geht.
Wie bringe ich eine Wandleuchte ohne Kabel an?
Entweder fest angeschlossen an einen vorhandenen Wandauslass, dann ist von der Leitung nichts zu sehen, oder als Akkuleuchte, die mit Schrauben oder Magnethalter befestigt wird und zum Laden abgenommen werden kann.
Welche Lichtfarbe passt ans Bett?
Warmweißes Licht mit 2700–3000 K. Neutralweiß ab etwa 4000 K wirkt sachlicher und eignet sich eher für den Schreibtisch als für die letzte halbe Stunde vor dem Einschlafen.
Ist eine Wandleuchte mit Schalter am Kabel praktisch?
Ja, gerade am Bett. Der Schnurschalter hängt dort, wo die Hand ohnehin liegt, und lässt sich im Dunkeln leicht finden. Achten Sie darauf, dass die Leitung lang genug zur nächsten Steckdose ist.
Vor dem Kauf
Messen Sie Bettbreite, Höhe des Kopfteils und den Weg zur nächsten Steckdose, und entscheiden Sie dann, ob die Leuchte vor allem zum Lesen oder für Stimmung da sein soll. Weitere Bauformen und Stilrichtungen für innen beschreibt die Kategorie Wandleuchten.