Wer eine Außenleuchte mit Dämmerungsschalter sucht, will meist genau das: Licht an der Hauswand, das bei Einbruch der Dunkelheit von allein angeht und morgens wieder ausgeht – ohne Bewegungsmelder, der nur kurz aufblitzt, wenn jemand vorbeigeht. Die Leuchte sorgt für ruhiges, gleichmäßiges Licht am Eingang, und das Haus sieht abends bewohnt aus, auch wenn gerade niemand daheim ist.
Ein Sensor mit Lichtzelle, meist eine Fotodiode, misst dafür laufend die Helligkeit. Unterschreitet sie den eingestellten Wert, schließt der Schalter den Stromkreis. Eine Uhr braucht er nicht. Deshalb folgt die Leuchte den Jahreszeiten von selbst: im Winter geht sie am späten Nachmittag an, im Hochsommer erst spät am Abend, und nach der Zeitumstellung muss niemand etwas nachstellen.
Dämmerungsautomatik oder Dauerlicht-Schalter?
Klassisch hängt die Außenlampe am Lichtschalter im Flur. Das funktioniert, solange jemand daran denkt, sie abends ein- und nachts wieder auszuschalten. Eine Zeitschaltuhr nimmt das ab, muss aber über das Jahr nachgeführt werden. Der Dämmerungsschalter misst stattdessen das tatsächliche Licht draußen, also auch an einem verhangenen Novembertag, an dem es schon mittags trüb ist.
Je nach Leuchte stehen verschiedene Betriebsarten zur Wahl:
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Dämmerung bis Tagesanbruch – die Leuchte brennt die ganze Nacht;
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Zeitbetrieb – sie schaltet bei Dämmerung ein und nach einer festen Zahl von Stunden wieder ab, etwa zur Schlafenszeit;
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Grundlicht mit Absenkung – nach einigen Stunden dimmt sie herunter und spart Strom;
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manuelles Dauerlicht – bei manchen Modellen schaltet kurzes Aus- und Wiedereinschalten am Netzschalter die Automatik für eine Weile ab, etwa wenn Gäste kommen.
Wie der Sensor verbaut ist, unterscheidet sich ebenfalls. Bei vielen Wandleuchten sitzt die Lichtzelle direkt im Gehäuse. Bei anderen hängt ein Fühler am Kabel, den man dort anbringt, wo er den Himmel sieht. Eine vorhandene Leuchte lässt sich über einen separaten Dämmerungsschalter auf Putz oder auf der Hutschiene im Verteiler nachrüsten. Das lohnt sich vor allem, wenn mehrere Leuchten rund ums Haus gemeinsam schalten sollen.
Welche Einstellung an welcher Stelle?
Am Sensor stellen Sie ein, ab welcher Helligkeit er „Nacht“ meldet. Je niedriger der Lux-Wert, desto dunkler muss es sein, bevor das Licht angeht. Welcher Wert passt, hängt stark davon ab, wo die Leuchte sitzt:
| Einbauort |
Schaltschwelle |
Sinnvolle Betriebsart |
Worauf achten |
| Hauseingang unter tiefem Vordach |
eher niedrig, ca. 5–10 lx |
ganze Nacht oder Zeitbetrieb |
im Schatten wird es früher dunkel als im Garten; sonst brennt die Leuchte schon nachmittags |
| Wetterseite (West) ohne Dach |
mittel, ca. 10–20 lx |
ganze Nacht |
Schutzart IP54–IP65; Schlagregen trifft hier die Fassade |
| Carport, Einfahrt |
mittel, ca. 10–20 lx |
Zeitbetrieb, z. B. bis Mitternacht |
Fühler außerhalb des Carportdachs; Licht nach unten, damit Fahrer nicht geblendet werden |
| Hausnummer, Briefkasten |
mittel |
ganze Nacht, wenig Leistung |
Rettungsdienst und Lieferdienste finden das Haus auch spät |
| Straßenseite mit Laterne oder Nachbarlicht |
über dem Licht der Laterne, ca. 20–50 lx |
Zeitbetrieb mit Absenkung |
Sensorfenster von der Laterne abschirmen; abgeschirmtes, warmweißes Licht hält die Lichtverschmutzung gering |
Die Werte sind Anhaltspunkte. Feinjustieren lässt sich am besten an einem klaren Abend, genau dann, wenn Ihnen das Licht fehlt: Drehen Sie den Regler langsam, bis die Leuchte anspringt, und geben Sie dem Sensor danach ein bis zwei Minuten Zeit. Die eingebaute Verzögerung sorgt dafür, dass ein vorbeiziehendes Gewitter oder Autoscheinwerfer nicht sofort schalten.
Weil die Leuchte im Jahr mehrere Tausend Stunden brennt, reicht moderate Helligkeit. Warmweißes Licht um 2700–3000 K schmeichelt Klinker und Putz und lockt weniger Nachtfalter an als kaltweißes. Strahlt die Leuchte nach unten statt in den Himmel, freuen sich auch die Nachbarn.
Anschluss an der Hauswand
Die Leuchte braucht eine durchgehende Dauerphase. Ein Lichtschalter davor darf also nicht ausgeschaltet bleiben, sonst bekommt der Sensor keinen Strom und kann nichts messen. Für den Urlaub oder wenn das Licht gar nicht gebraucht wird, ist dieser Schalter dagegen praktisch. Den Anschluss an 230 V übernimmt eine Elektrofachkraft, vor allem wenn eine neue Leitung durch die Wand gezogen werden muss.
Neben der Tür hängt die Leuchte meist etwa auf Kopfhöhe, rund 1,8–2,2 m hoch, damit Schlüsselloch und Stufen hell sind und niemand geblendet wird. Achten Sie darauf, dass der Sensor das Licht der eigenen Leuchte nicht abbekommt, weder direkt noch als Reflexion von hellem Putz. Sonst schaltet sie sich selbst ab und wieder an.
Wenn die Automatik nicht mitspielt
Eine Lichtzelle unter Spinnweben, Pollen, Schnee oder Vogelkot hält den Tag für Nacht, und die Leuchte brennt mittags. Meist genügt ein feuchtes Tuch. Schalten Sie nie zwei Automatiken hintereinander: Ein Leuchtmittel mit eigenem Dämmerungssensor oder eine smarte Lampe gehört nicht in eine Leuchte, die bereits einen Sensor hat. In geschlossenen Laternen kann sich im Herbst Kondenswasser bilden. Es verschwindet normalerweise von selbst, solange die kleinen Öffnungen an der Unterseite frei bleiben.
Häufige Fragen
Wo wird ein Dämmerungsschalter montiert?
Dort, wo er natürliches Licht misst und kein Kunstlicht abbekommt: an einer schattigen, möglichst nördlichen Wand, nicht unter einem tiefen Vordach und nicht im Lichtkegel anderer Leuchten. Bei Wandleuchten mit integriertem Sensor gilt das für die ganze Leuchte.
Wie viel Lumen sollte eine Außenlampe haben?
Für den Hauseingang genügen meist 300–600 lm, für Einfahrt und Garagentor 600–1200 lm. Bei Licht, das die ganze Nacht brennt, ist weniger oft mehr.
Sind LED-Lampen frostsicher?
LED-Außenleuchten vertragen Frost gut, Leuchtdioden arbeiten bei Kälte sogar effizienter als bei Hitze. Wichtig ist eine passende Schutzart, damit kein Wasser eindringt und gefriert. Auch der Dämmerungssensor arbeitet bei Minusgraden zuverlässig.
Warum leuchtet meine Außenleuchte dauerhaft?
Meist ist das Sensorfenster verschmutzt oder verdeckt, oder die Leuchte hängt so dunkel, dass der Schwellwert nie überschritten wird. Hilft eine niedrigere Lux-Einstellung nicht, sollte eine Elektrofachkraft Anschluss und Sensor prüfen.
Wie stellt man den Dämmerungsschalter ein?
Am Gehäuse sitzt meist ein Regler mit Sonne-Mond-Symbol oder Lux-Skala. Je niedriger der Wert, desto später geht das Licht an. Eine Verzögerung von einigen Sekunden bis etwa einer Minute verhindert, dass Autoscheinwerfer oder Wolken die Leuchte schalten.
Lässt sich die Leuchte trotzdem per Schalter bedienen?
Ja, über den vorgeschalteten Schalter lässt sie sich komplett abschalten, etwa im Urlaub. Für Dauerlicht auf Knopfdruck braucht es ein Modell mit entsprechender Funktion.
Sie möchten eine vorhandene Wandleuchte automatisieren, ohne sie zu tauschen? Dann lohnt ein Blick auf einen separaten Dämmerungsschalter. Mehr zu Formen, Materialien und Montage von Wandleuchten lesen Sie unter Wandleuchten außen.