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Außenleuchten mit Dämmerungssensor

Außenleuchten mit Dämmerungssensor

Außenleuchten mit Dämmerungssensor

Eine Außenleuchte mit Dämmerungssensor schaltet sich ein, sobald es draußen dunkel wird, und geht im Morgengrauen von selbst wieder aus. Für den Garten heißt das: Hauseingang, Weg und Einfahrt sind jeden Abend pünktlich beleuchtet, ohne Lichtschalter und ohne Zeitschaltuhr, die man bei jeder Umstellung auf Sommer- oder Winterzeit nachstellen muss.

Gesteuert wird das Ganze von einer kleinen Fotozelle. Sie misst die Umgebungshelligkeit in Lux und vergleicht sie mit einer Schaltschwelle. Im Dezember springt das Licht deshalb schon am späten Nachmittag an, im Juni erst gegen zehn Uhr abends – der Sensor folgt dem Sonnenstand, nicht der Uhr.

Dämmerungssensor statt Zeitschaltuhr: was sich im Garten ändert

Eine Zeitschaltuhr kennt nur Uhrzeiten. Ist es an einem trüben Novembertag schon um vier Uhr dunkel, steht man vor einer finsteren Haustür; im Sommer brennt das Licht dagegen bei Tageslicht. Der Dämmerungssensor reagiert auf das, was tatsächlich draußen passiert. Das Licht brennt dann die ganze Nacht oder – bei Leuchten mit Zeitfunktion – nur bis zu einer gewählten Stunde. Manche Modelle dimmen nachts auf ein schwaches Orientierungslicht herunter.

Diese Steuerung steckt in ganz unterschiedlichen Außenleuchten: in Wandleuchten und Laternen an der Fassade, in Pollerleuchten am Gartenweg, in Mastleuchten für den Hof, in Strahlern für Nebengebäude und in Hausnummernleuchten. Fast immer ist sie in Solarleuchten verbaut, weil das Solarmodul ohnehin merkt, wann die Sonne weg ist. Wer eine vorhandene Leuchte nachrüsten will, greift zu einem Leuchtmittel mit E27-Sockel und eingebautem Sensor oder lässt einen separaten Dämmerungsschalter setzen, der mehrere Leuchten gleichzeitig steuern kann.

Worauf es bei der Auswahl ankommt

Merkmal Üblicher Bereich Praxis-Tipp
Schaltschwelle etwa 5–20 lx an der Fassade, 20–70 lx an Wegen einstellbare Schwelle lohnt sich, wenn eine Straßenlaterne in der Nähe steht
Schutzart mindestens IP44, frei bewittert IP54–IP65 Poller an der Einfahrt und Leuchten ohne Dachüberstand lieber IP65
Lichtstrom Weg 100–300 lm, Eingang 400–800 lm, Hof und Einfahrt 800–1500 lm für Dauerlicht die Nacht hindurch reicht oft weniger als gedacht
Lichtfarbe 2700–3000 K am Haus, 4000 K an Garage und Werkstatt warmweißes Licht lockt weniger Insekten an
Lichtquelle LED fest verbaut oder E27-Fassung bei E27 die maximale Leistung der Fassung beachten
Betriebsart bis zum Morgen, bis zu einer Uhrzeit, mit Nachtabsenkung mit zusätzlichem Bewegungsmelder wird es nur bei Bedarf hell

Achten Sie außerdem darauf, dass das Licht nach unten fällt. Abgeschirmte Leuchten blenden weder Nachbarn noch Autofahrer und halten die Lichtverschmutzung gering – bei einer Leuchte, die zwölf Stunden am Stück brennt, macht das einen spürbaren Unterschied.

Montage: der Sensor braucht freie Sicht auf den Himmel

Die Fotozelle soll Tageslicht messen, kein Kunstlicht. Trifft sie der Schein der eigenen Leuchte, einer Straßenlaterne, eines hellen Fensters oder Scheinwerfer vorbeifahrender Autos, schaltet die Leuchte unregelmäßig. Ideal sind Nord- und Ostwände, weil dort die tiefstehende Abendsonne den Sensor nicht blendet. Unter einem tiefen Vordach oder hinter dichtem Grün dagegen ist es auch tagsüber oft so dunkel, dass das Licht schon mittags angeht.

Wandleuchten neben der Haustür sitzen meist in etwa 1,8–2 m Höhe, Poller stehen am Weg im Abstand von einigen Metern. Der Anschluss an 230 V gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Wichtig für den Alltag: Eine Leuchte mit Dämmerungssensor braucht Dauerstrom. Ein vorgeschalteter Lichtschalter muss also eingeschaltet bleiben, sonst bekommt der Sensor keinen Strom und kann nichts schalten.

Häufige Fragen

Was macht ein Dämmerungssensor?

Er vergleicht die gemessene Helligkeit mit einem Grenzwert. Fällt sie darunter, schließt ein Relais oder die Elektronik den Stromkreis, steigt sie morgens wieder darüber, geht das Licht aus. Eine kurze Verzögerung sorgt dafür, dass Autoscheinwerfer oder ein Blitz nichts auslösen.

Warum leuchtet meine Außenleuchte dauerhaft?

Meist sitzt der Sensor im Schatten, ist verschmutzt oder die Schwelle ist auf „hell“ gestellt. Spinnweben, Laub und Schnee auf dem Sensorfenster reichen schon aus. Manche Modelle lassen sich zudem über den Wandschalter in einen Dauerlicht-Modus versetzen – ein Blick in die Anleitung klärt das.

Warum flackert die Leuchte in der Dämmerung?

Dann sieht der Sensor sein eigenes Licht: Die Leuchte geht an, wird hell, misst Helligkeit und schaltet wieder aus. Abhilfe schafft eine andere Ausrichtung oder Abschirmung des Sensors, damit kein Licht der Leuchte auf ihn fällt.

Sind 1100 Lumen für den Außenbereich ausreichend?

Für Hof, Einfahrt oder Carport ja. Für einen Hauseingang oder Gartenweg, der die ganze Nacht beleuchtet bleibt, ist das deutlich mehr als nötig – dort genügen meist einige Hundert Lumen.

Sind LED-Leuchten frostsicher?

LEDs arbeiten bei Kälte sogar effizienter. Entscheidend ist die Elektronik: Im Datenblatt steht die zulässige Betriebstemperatur, für deutsche Winter sollte sie mindestens −20 °C abdecken.

Wie viel Strom verbraucht eine Leuchte, die die ganze Nacht brennt?

Rund 4000 Stunden Dunkelheit im Jahr ergeben bei einer 6-Watt-LED etwa 24 kWh – ungefähr ein Zehntel dessen, was eine alte 60-Watt-Glühbirne in derselben Zeit verbraucht hätte.

Mehr zur Gartenbeleuchtung allgemein lesen Sie unter Außenleuchten. Soll das Licht nachts gedimmt bleiben und erst bei Bewegung hell werden, passt das Thema Außenleuchten mit Bewegungs- und Dämmerungssensor.

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