Im Schlafzimmer gelten andere Regeln als im Rest des Hauses. Während in der Küche Präzision und im Büro Konzentration gefragt sind, kommt es im Schlafzimmer vor allem auf eine ruhige Atmosphäre an. In der Regel enden Beleuchtungskonzepte jedoch genau hier – mit einem einzigen Kronleuchter in der Mitte der Decke. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die richtigen Lampen für Ihr Schlafzimmer auswählen, in welcher Höhe Sie die Wandleuchten am Bett anbringen sollten und warum die Lichtfarbe am Abend eine größere Rolle spielt, als Sie vielleicht denken.
Ein komfortables Schlafzimmer benötigt drei unabhängige Beleuchtungsstufen:
Diese Beleuchtungsstufen erfordern keine drei separaten Installationen – oft reichen eine gut ausgewählte Auswahl an Leuchten und durchdacht platzierte Schalter aus.
Die Wahl der Deckenleuchte hängt in erster Linie von der Raumhöhe ab. Bei einer Standardhöhe von 2,5 bis 2,6 Metern ist eine Deckenleuchte oder eine tief hängende Deckenlampe sicherer – so gibt es nichts, woran man sich über dem Bett oder in den Fluren verfangen könnte. In größeren Schlafzimmern wirkt ein Kronleuchter oder eine Pendelleuchte besonders schön, wenn sie in der Mitte aufgehängt wird – oder, für einen interessanteren Akzent, über dem Bereich mit dem Kleiderschrank, abseits vom Bett.
Vermeiden Sie Leuchten mit freiliegenden Lichtquellen: Wenn wir liegen, blicken wir direkt zur Decke, sodass jede ungeschützte Glühbirne blendet. Milchig-weiße Farbtöne, Stofflampenschirme und Leuchten, die das Licht zur Decke lenken, sind die besten Freunde eines Schlafzimmers.
Der Bettbereich ist das Herzstück der Schlafzimmerbeleuchtung. Hier sind drei bewährte Möglichkeiten:
Egal, für welche Variante Sie sich entscheiden: Achten Sie darauf, auf beiden Seiten des Bettes separate Schalter anzubringen – ein Detail, das Sie jeden Abend zu schätzen wissen werden.
Der Kleiderschrank und der Waschtisch benötigen eine „funktionale“ Beleuchtung, auch wenn der Rest des Schlafzimmers in gedämpftes Licht getaucht ist. Für Kleiderschränke eignen sich Strahler, die auf die Vorderseite des Schranks gerichtet sind, oder eine Innenbeleuchtung mit Türöffnungssensor. Was den Schminktisch angeht, gilt die wichtigste Regel – die wir aus dem Badezimmer kennen –, dass das Licht auf Ihr Gesicht fallen sollte , nicht auf den Spiegel – idealerweise von zwei Seiten, symmetrisch und in einem neutralen Licht, das die Farben Ihres Make-ups nicht verfälscht.
Im Schlafzimmer gilt eine einfache Regel: Je später es wird, desto wärmer sollte das Licht sein. Am besten eignen sich Lichtquellen mit einer Farbtemperatur von 2700–3000 K – warmweißes Licht fördert die Ausschüttung von Melatonin, dem Hormon, das für das Einschlafen verantwortlich ist. Kaltweiß (5000–6500 K), ideal für die Garage oder die Werkstatt, wirkt abends auf den Körper genauso wie ein Smartphone-Bildschirm: Es regt an und erschwert das Einschlafen.
Wenn Sie tagsüber auch in Ihrem Schlafzimmer arbeiten oder lesen, sollten Sie Lichtquellen mit einstellbarer Farbtemperatur (CCT) in Betracht ziehen – stellen Sie diese morgens auf neutralweiß ein und wechseln Sie abends zu warmweiß.
Ein Dimmerschalter im Schlafzimmer ist kein Luxus, sondern die kostengünstigste Möglichkeit, mit einer einzigen Leuchte drei verschiedene Stimmungen zu schaffen. Denken Sie daran, dass die Lichtquelle als dimmbar gekennzeichnet sein muss – eine normale LED-Glühbirne flackert, wenn sie mit einem Dimmer verwendet wird. Eine weitere Möglichkeit sind Lampen mit integrierter Steuerung (Fernbedienung, App), mit denen Sie nicht nur die Helligkeit, sondern auch die Lichtfarbe einstellen können.
Ein Schlafzimmer braucht kein helles Licht – es braucht eine regulierbare Beleuchtung. Ungefähre Werte:
Das wichtigste Element ist jedoch der Dimmer: Dieselbe Lampe eignet sich sowohl für das Ankleiden am Morgen (volle Leistung) als auch für die Entspannung am Abend (10–20 %). Beachten Sie zwei Dinge: Die Glühbirne muss als dimmbar gekennzeichnet sein, und der Dimmer muss LED-kompatibel sein ( Phasenabschnitt-Dimmer, für geringe Lasten ausgelegt). Ein fehlerhafter Anschluss führt zu Flackern oder einem Brummgeräusch. Eine praktische Alternative sind Lampen mit integrierter Steuerung (Fernbedienung/App), mit der sich auch die Farbtemperatur des Lichts einstellen lässt – morgens kühler, abends wärmer.
Eine gute Schlafzimmerbeleuchtung zeichnet sich durch eine warme Farbtemperatur (2700–3000 K), drei unabhängige Helligkeitsstufen und eine bequeme Steuerung vom Bett aus aus. Eine Deckenleuchte oder ein Kronleuchter für die Allgemeinbeleuchtung, Wandleuchten oder Nachttischlampen zum Lesen und eine kleine Arbeitsbeleuchtung am Kleiderschrank – mehr braucht es nicht, um das Schlafzimmer zu einem Ort der Ruhe zu machen. Fertige Vorschläge findest du in der Kategorie „Schlafzimmer Lampen“.