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Papier-Stehlampen

Papier-Stehlampen

Papier-Stehlampen

Eine Stehlampe aus Papier leuchtet mit dem ganzen Schirm statt nur nach unten. Das Licht geht durch die Papierfläche hindurch, blendet nicht und taucht Wand und Raumecke in einen warmen, weichen Schimmer.

Im Handel heißt sie meist Reispapier-Stehlampe, und bei der Suche danach tauchen immer dieselben Fragen auf: Wie groß darf sie sein, rund oder lieber schlank, und was tun, wenn der Schirm irgendwann einreißt oder vergilbt? Die Antworten hängen vor allem an der Deckenhöhe, an der Schirmform und an der Befestigung des Schirms.

Altbau oder Neubau: die Größe richtet sich nach der Decke

Eine Papierleuchte wirkt größer, als sie ist, denn der helle Schirm zieht abends alle Blicke auf sich. Im Neubau mit rund 2,5 m Raumhöhe wird eine 1,8 m hohe Leuchte mit 60-cm-Kugel schnell zum Fremdkörper. Im Altbau mit 3 m und mehr verschwindet dagegen eine kleine Kugel auf kurzem Stab fast im Raum. Die folgenden Werte sind Richtwerte, keine Regeln:

Situation Lampenhöhe Schirm Hinweis
Neubau, Decke um 2,5 m etwa 110–150 cm 30–45 cm Durchmesser oder schlanke Säule lieber eine schmale Form als eine große Kugel
Altbau, Decke 2,8–3,2 m etwa 150–180 cm 50–80 cm Durchmesser große Kugel auf hohem Stab füllt die Raumhöhe
Neben Sofa oder Sessel so, dass die Schirmunterkante etwa auf Schulterhöhe im Sitzen liegt unten offen oder mit zusätzlichem Spot nur dann taugt sie auch zum Lesen
Kleine Wohnung, Flur, Nische etwa 60–110 cm kleine Kugel oder Laterne wirkt wie eine Bodenleuchte und braucht kaum Stellfläche

Bei großen Schirmen zählt auch der Fuß. Papier wiegt kaum etwas, Stabilität kommt allein von einer schweren Bodenplatte oder einem breiten Dreibein. Bei Bogenleuchten mit Papierkugel trägt der Fuß zusätzlich den ausladenden Arm.

Rund, Säule oder Welle

Die runde Kugel auf dünnem Stab ist der Klassiker im japanischen Stil und das, was die meisten mit einer Reispapierlampe verbinden. Sie streut ihr Licht rundum und ist reines Stimmungslicht. Die Säule oder Laterne, Papier über einer Draht- oder Bambusspirale, leuchtet auf ganzer Höhe und braucht kaum Grundfläche, deshalb passt sie besser in schmale Ecken und niedrige Räume.

Daneben gibt es gewellte und geknitterte Papierschirme. Die Falten fangen das Licht unterschiedlich ein, sodass ein Relief aus hellen und dunkleren Bahnen entsteht – lebendiger, aber etwas weniger gleichmäßig als ein glatter Schirm. Plissee- und Faltschirme aus festerem Papier oder Karton halten die Form am besten und lenken mehr Licht nach oben und unten. Dünnes Reispapier lässt dagegen viel Licht durch die ganze Schirmfläche, auch zur Seite.

„Reispapier“ ist übrigens ein Handelsname: Gemeint sind dünne, durchscheinende Papiere nach fernöstlicher Tradition, meist aus Fasern des Papiermaulbeerbaums, aus Bambus oder Bast. Reis steckt in der Regel nicht darin. Japanisches Washi ist eine handgeschöpfte, besonders reißfeste Variante.

Leuchtmittel, Fassung und Lichtfarbe

Die meisten Papier-Stehlampen haben eine E27-Fassung, kleinere Modelle auch E14. Welche Fassung verbaut ist und welche Höchstleistung gilt, steht auf dem Typenschild. Eine LED mit etwa 5–10 W und 470–806 lm reicht für Stimmungslicht völlig, 806 lm entsprechen ungefähr einer früheren 60-W-Glühbirne. Warmweiß mit 2700 K lässt cremefarbenes Papier warm wirken, kaltweißes Licht macht es grau.

Bei der Form des Leuchtmittels lohnt ein zweiter Blick: Eine matte, opale Birne leuchtet den Schirm gleichmäßig aus, ein klares Filament-Leuchtmittel zeichnet oft einen hellen Fleck aufs Papier. Das Leuchtmittel sitzt mittig und berührt den Schirm nirgends. Wer dimmen möchte, braucht einen passenden Dimmer und eine LED mit Dimm-Kennzeichnung, oder eine smarte Birne.

Ersatzschirm: wenn das Papier nachgibt

Der Schirm altert schneller als Gestell und Fuß. Viele Papierschirme werden aber nur aufgesetzt, über einen Spreizbügel an der Fassung eingehängt oder über einen Ring gestülpt, und es gibt sie auch einzeln ohne Kabelset. Bevor Sie Ersatz bestellen, messen Sie Durchmesser, Höhe und die Art der Befestigung aus und prüfen, ob der neue Schirm zur Fassung und zur zulässigen Leistung passt.

Standort und Pflege

Am schönsten wirkt die Leuchte, wenn ihr Licht von einer Wand zurückgeworfen wird: in der Wohnzimmerecke, am Sofaende, neben dem Sessel im Schlafzimmer. Halten Sie Abstand zu Heizkörper, Kamin und Kerzen. Feuchtigkeit macht Papier weich und wellig, Bad und unbeheizter Wintergarten scheiden also aus. Direkte Sonne lässt helle Schirme vergilben. Staub entfernen Sie trocken mit weichem Pinsel, Staubwedel, Fusselrolle oder dem Föhn auf Kaltstufe, ein feuchtes Tuch hinterlässt Ränder.

Häufige Fragen

Wie groß sollte eine Reispapier-Stehlampe sein?

Für eine Wohnzimmerecke sind 120–160 cm ein guter Richtwert. Große Kugeln ab etwa 50 cm Durchmesser kommen erst unter einer hohen Altbaudecke richtig zur Geltung.

Gibt es auch kleine Stehlampen aus Reispapier?

Ja, niedrige Modelle um 60–100 cm stehen direkt auf dem Boden neben Sofa oder Bett und geben ein ruhiges Licht auf Bodenhöhe.

Rund oder eckig – was passt besser?

Eine runde Kugel wirkt weich und braucht Platz nach allen Seiten. Säulen und eckige Laternen sind schmaler und passen besser in Nischen und kleine Räume.

Was ist eine japanische Papier-Stehlampe?

So nennt man meist Leuchten mit Schirm aus Washi oder Reispapier über einem Bambus- oder Drahtgerüst, oft auf schlanken Holz- oder Metallbeinen. Typisch sind schlichte Kugel-, Laternen- und Zylinderformen.

Bekommt man einen Ersatzschirm?

Papierschirme gibt es häufig einzeln. Entscheidend sind Durchmesser, Höhe und die passende Befestigung an der Fassung.

Ist eine Stehlampe aus Papier brandgefährlich?

Mit LED und eingehaltener Höchstleistung nicht. Kritisch waren vor allem alte Glühbirnen und Halogenlampen, die viel Wärme abgeben.

Mehr über Stehleuchten im Allgemeinen: Bodenlampen. Wer nur einen neuen Schirm für eine vorhandene Leuchte sucht, liest weiter bei Lampenschirmen aus Papier.

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