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Akku-Glühbirnen

Akku-Glühbirnen

Akku-Glühbirnen

Eine Glühbirne mit Akku ist ein Stück Stromausfall-Vorsorge, das man im Dunkeln nicht erst suchen muss: Sie sitzt in der Deckenleuchte, brennt im Alltag wie jede LED-Birne und schaltet bei einem Netzausfall von selbst auf ihren eingebauten Lithium-Ionen-Akku um. Daneben gibt es kabellose Akku-Birnen, die per USB geladen und dort aufgehängt werden, wo gar kein Stromanschluss liegt.

Taschenlampen liegen im Ernstfall selten griffbereit, und ihre Batterien sind nach Jahren in der Schublade oft leer. Diese Lücke schließt die Akku-Birne, sofern man ihre Grenzen kennt: Im Notbetrieb leuchtet sie gedimmt, sie reagiert nicht in jeder Schalterstellung, und sie ist größer als eine gewöhnliche Birne.

Was beim Stromausfall in der Fassung passiert

Von außen unterscheidet sich das Notlicht-Modell kaum von einer A60-Birne, manchmal ist es eine etwas bauchigere A70. Üblich ist der E27-Sockel; kleinere E14-Ausführungen gibt es auch, sie sind aber seltener. Am Netz bekommt die Birne ihre 230 V aus der Leitung, liefert typischerweise 450–900 lm, also etwa so viel wie früher eine 40- bis 75-Watt-Glühbirne, und hält nebenbei ihren Akku voll. Bricht die Spannung weg, übernimmt eine Elektronik im Sockel ohne merkliche Pause. Statt voller Helligkeit gibt es dann meist 250–300 lm: genug, um sich im Raum zu orientieren, Kerzen zu finden oder am Sicherungskasten nachzusehen, und sparsam genug für einige Stunden.

Eine Bedingung bemerken viele erst im Ernstfall: Die Umschaltung klappt in aller Regel nur, wenn der Lichtschalter eingeschaltet ist. Fällt der Strom nachts bei ausgeschaltetem Licht aus, bleibt die Birne dunkel. Dann hilft je nach Modell ein Taster am Sockel, oder man dreht sie heraus und schaltet sie durch Berühren der Kontakte ein – so wird sie zur Handleuchte. Wie das eigene Exemplar reagiert, probiert man am besten einmal bei Tageslicht aus, indem man die Sicherung des Raums kurz ausschaltet.

Welche Akku-Birne für welchen Ort?

Die Werte in der Tabelle sind typische Spannen. Was ein bestimmtes Modell kann, steht in seinem Datenblatt.

Einsatz Passende Bauart Worauf es ankommt
Flur und Treppenhaus Notlicht-Birne mit E27-Sockel in der vorhandenen Leuchte Notbetrieb meist 250–300 lm für 2–4,5 Stunden; schaltet nur bei eingeschaltetem Lichtschalter selbst um
Küche und Wohnzimmer Notlicht-Birne in einer offenen Leuchte Lichtfarbe: häufig 4000 K oder 6000–6500 K, warmweiße 2700–3000 K seltener; Baulänge 135–155 mm statt rund 110 mm
Gartenhaus, Laube im Schrebergarten kabellose USB-Birne mit Haken Akku rund 400–4500 mAh, Leuchtdauer 4–20 Stunden je nach Stufe; im Winter nicht im kalten Häuschen laden
Camping, Wohnwagen, Vorzelt USB-Birne oder 5-V-Campingbirne mit Haken Schutzart IP44 bis IP65 gegen Feuchtigkeit und Spritzwasser; Laden per USB-Kabel
Pendelschirm ohne Deckenauslass kabellose Birne mit Schlaufe oder Magnet Fernbedienung mit Dimmstufen und Timer; als Stimmungslicht oft nur 20–150 lm

Kabellos: Licht, wo keine Leitung liegt

Viele Schrebergärten haben keinen eigenen Stromanschluss, und auch im Gartenhaus hinter dem Haus fehlt oft die Leitung. Hier spielt die USB-Variante ihre Stärke aus. Man lädt sie in der Wohnung, nimmt sie mit und hängt sie unter das Dach der Laube. Ihr Licht fällt rundum und nicht als enger Kegel wie bei einer Taschenlampe – beim Grillen unter dem Vordach oder abends im Vorzelt ist das deutlich angenehmer. Drinnen löst sie ein anderes Problem: Ein Hängeschirm über dem Esstisch ohne Deckenauslass oder ein Windlicht auf dem Balkon bekommt Licht, ohne dass ein Kabel über die Wand läuft. Viele Modelle lassen sich per Fernbedienung oder Touch-Fläche dimmen und schalten nach einer eingestellten Zeit, etwa sechs oder acht Stunden, von selbst ab.

Als Reserve für den Stromausfall taugt sie ebenfalls, nur ohne Automatik: Sie leuchtet erst, wenn man sie einschaltet, und nur so lange, wie der Akku geladen ist. Wer sie in die Schublade legt, sollte sie alle paar Monate nachladen.

Was dem Akku schadet

An einen Dimmer gehören Akku-Birnen nicht, denn die Ladeelektronik kommt mit der geregelten Spannung nicht zurecht. In geschlossenen, warm werdenden Leuchten altert der Akku schneller als in offenen Schirmen. Kälte ist das umgekehrte Problem: Lithium-Ionen-Zellen sollten unter 0 °C nicht geladen werden, im ungeheizten Gartenhaus also lieber erst in der warmen Wohnung. Für längere Lagerung den Akku etwa halb voll lassen.

Nach einigen hundert Ladezyklen geht die Leuchtdauer spürbar zurück; tauschen lässt sich der Akku meist nicht. Ausgediente Birnen kommen zur Sammelstelle für Elektroaltgeräte, nicht in den Hausmüll.

Häufige Fragen

Welches Licht ist bei Stromausfall am praktischsten?

Für das erste Licht im Raum eine Notlicht-Birne in der Deckenleuchte oder ein Steckdosen-Notlicht im Flur, weil beide von selbst angehen. Für den Weg in den Keller oder nach draußen bleibt eine Taschen- oder Stirnlampe handlicher. Kerzen sind die schlechteste Wahl, schon wegen der Brandgefahr.

Wie lange leuchtet eine aufladbare Glühbirne?

Eine Notlicht-Birne hält im Akkubetrieb typischerweise zwei bis viereinhalb Stunden durch. Kabellose USB-Modelle schaffen auf kleiner Stufe bis zu etwa 20 Stunden, bei voller Helligkeit deutlich weniger.

Wie lange hält eine Akku-Glühbirne insgesamt?

Die LED ist auf viele tausend Betriebsstunden ausgelegt. Begrenzend ist der Akku, der nach einigen hundert Ladezyklen nachlässt – bei normaler Nutzung nach ein paar Jahren.

Leuchtet eine Akku-Glühbirne auch ganz ohne Strom?

Ja, solange der Akku geladen ist. In der Fassung schaltet die Notlicht-Variante bei eingeschaltetem Lichtschalter selbst auf Akku um; herausgedreht lässt sie sich per Taster oder Kontaktberührung auch als Handleuchte nutzen. Die USB-Variante funktioniert ohnehin unabhängig vom Netz.

Was ist der Unterschied zwischen Notbeleuchtung und Sicherheitsbeleuchtung?

Notbeleuchtung ist der Oberbegriff. Sicherheitsbeleuchtung ist der Teil davon, der Rettungswege und Gefahrenbereiche ausleuchtet; Arbeitsstätten und öffentliche Gebäude brauchen sie geplant nach DIN EN 1838 und regelmäßig geprüft. Eine Akku-Birne ist Notlicht für den Haushalt und ersetzt keine dieser Anlagen.

Gibt es Akku-Glühbirnen mit Fernbedienung?

Ja, vor allem unter den kabellosen Modellen. Die Fernbedienung schaltet, dimmt und stellt den Timer, oft für mehrere Birnen gleichzeitig.

Mehr zu Sockeln, Lichtfarben und Lumenwerten unter Leuchtmittel. Wer über dem Esstisch lieber eine komplette Leuchte ohne Kabel möchte, liest bei den Hängelampen mit Akku weiter.

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