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Hängelampen mit Akku

Hängelampen mit Akku

Hängelampen mit Akku

Eine Hängelampe mit Batterie oder Akku hängt dort, wo Sie Licht brauchen, nicht dort, wo der Deckenauslass sitzt. Sie braucht keinen Stromanschluss an der Decke, keinen Schlitz in der Wand und keinen Elektriker – ein Haken oder eine Klebeplatte und ein geladener Akku genügen.

Das macht sie interessant für die Mietwohnung, in der niemand neue Leitungen verlegen will, für den Esstisch, der nach dem Umstellen nicht mehr unter dem Auslass steht, und für die Gartenlaube ganz ohne Strom. Als Hauptbeleuchtung eines Raums taugt sie dagegen kaum: Sie liefert Licht für eine Zone, nicht für das ganze Zimmer.

Welche Bauarten es gibt

„Mit Batterie“ ist bei Pendelleuchten ein Sammelbegriff. Dahinter stecken mehrere Lösungen:

  • Fest eingebauter Lithium-Ionen-Akku, geladen per USB, bei neueren Leuchten per USB-C. Oft sitzt er mit den LEDs in einem abnehmbaren Lichtmodul, das magnetisch im Schirm oder am Baldachin hält. Zum Laden nehmen Sie nur das Modul ab.
  • Zwei wechselbare Module: Eines leuchtet, das andere lädt. Praktisch, wenn die Lampe jeden Abend über dem Esstisch brennt.
  • Batteriefach für Mignonzellen, meist vier AA-Batterien, häufig mit Timer, der die Lampe nach einigen Stunden ab- und am nächsten Abend wieder einschaltet. Gut für die Laube, die man nur am Wochenende besucht.
  • Normale Pendelleuchte mit Akku-Leuchtmittel: In der Fassung steckt eine LED-Birne mit eigenem Akku, bedient per Fernbedienung. So wird aus einer leichten Lieblingslampe eine kabellose.

Ohne Bohren aufhängen

Akku-Hängelampen wiegen meist nur einige hundert Gramm, typisch bis etwa ein halbes Kilo. Deshalb reicht oft eine selbstklebende Adapterplatte, die sich beim Auszug rückstandsfrei lösen lassen soll. Alternativ kommt ein Deckenhaken in einen vorhandenen Dübel oder in eine Gipskartondecke mit Hohlraumdübel. Die Pendellänge ist bei vielen Modellen verstellbar, etwa zwischen 60 und 200 cm.

Über dem Esstisch gilt dieselbe Faustregel wie bei jeder Pendelleuchte: Unterkante des Schirms rund 60–75 cm über der Tischplatte. Hängt die Lampe höher, wird das Licht auf dem Tisch schnell zu schwach, denn ein Akku liefert nur begrenzt Lumen. Planen Sie außerdem, wie Sie an das Lichtmodul kommen. Wer für jede Ladung eine Leiter holt, lässt die Lampe irgendwann aus.

Datenblatt richtig lesen

Helligkeit und Laufzeit hängen direkt zusammen. Angaben wie „bis zu 50 Stunden“ beziehen sich fast immer auf die kleinste Dimmstufe. Vergleichen Sie Leuchten deshalb bei der Stufe, die Sie wirklich nutzen.

Merkmal Üblicher Bereich Bedeutung im Alltag
Lichtstrom etwa 100–300 lm Stimmungslicht; zum Essen und Spielen eher 200 lm und mehr
Laufzeit etwa 4–6 h bei voller Helligkeit, mehrere Dutzend Stunden gedimmt mehrere Abende pro Ladung auf mittlerer Stufe
Akkukapazität etwa 1600–5200 mAh mehr Kapazität, längere Laufzeit, schwereres Modul
Ladezeit etwa 2–4 h über USB oder USB-C ein gewöhnliches Handy-Netzteil genügt
Lichtfarbe 2700–3000 K warmweiß, wie man es über dem Esstisch erwartet
Schutzart IP20 für innen, IP44 oder höher für außen Laube und überdachte Terrasse: mindestens IP44

Bei der Bedienung lohnt ein zweiter Blick. Ein Touch-Dimmer am Schirm ist bequem, solange die Lampe tief hängt. Hängt sie höher, sind Fernbedienung, App oder Timer die bessere Wahl.

Akku pflegen

Ein Lithium-Ionen-Akku hält in der Regel einige hundert volle Ladezyklen. Hitze und Tiefentladung verkürzen sein Leben, Kälte senkt die Laufzeit vorübergehend. Unter etwa 0 °C sollte er nicht geladen werden – die Lampe aus der Gartenlaube überwintert also besser im Haus. Vor einer längeren Pause den Akku etwa halb laden und alle paar Monate nachladen. Wer eine Lampe mit Mignonzellen täglich nutzt, spart mit NiMH-Akkus Geld und Müll.

Häufige Fragen

Welches Licht hilft bei Stromausfall?

Alles, was einen eigenen Akku hat. Eine geladene Akku-Hängelampe brennt weiter, wenn das Netz ausfällt, und hängt dabei schon an ihrem Platz über dem Tisch.

Wie kann ich eine Hängelampe ohne Bohren befestigen?

Mit einer selbstklebenden Deckenplatte oder an einem vorhandenen Haken. Das klappt, weil Akku-Pendelleuchten leicht sind. Schwere Glas- oder Metallschirme gehören dagegen an einen gedübelten Haken.

Welche Alternativen gibt es, wenn der Deckenauslass an der falschen Stelle sitzt?

Neben der Akku-Lampe gibt es die sogenannte Affenschaukel: Das Kabel einer Netzleuchte läuft über einen Deckenhaken zur Steckdose und bleibt sichtbar. Wer den Auslass versetzen lassen will, beauftragt einen Elektriker.

Braucht eine Akku-Hängelampe eine Erdung?

Nein. Sie arbeitet mit Kleinspannung aus ihren Akkuzellen, geladen über USB mit 5 V, und hat keinen Schutzleiter. Bei einer Netzleuchte der Schutzklasse I ist ein nicht angeschlossener Schutzleiter dagegen gefährlich – Arbeiten an der 230-V-Installation gehören in die Hände einer Elektrofachkraft.

Gibt es Hängelampen ohne Strom mit Fernbedienung?

Ja, gerade hoch hängende Modelle und Akku-Leuchtmittel werden oft per Fernbedienung geschaltet und gedimmt, manche auch mit Timer.

Wie lange hält eine Akkuladung?

Je nach Kapazität und Helligkeit einige Stunden bei voller Leistung bis mehrere Dutzend Stunden gedimmt.

Wenn Sie Form, Schirmgröße und Material unabhängig von der Stromversorgung vergleichen möchten, beginnen Sie bei den Pendelleuchten. Soll die eigene Lieblingslampe bleiben und nur kabellos werden, sind Akku-Glühbirnen die einfachere Lösung.

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